- Warum 78% der Erftstädter noch falsch heizen - und was sich 2026 ändert
- BEG-Förderung 2026: Bis zu 70% Zuschuss für Wärmepumpen in Erftstadt
- 3.100 Heizgradtage: Perfekte Bedingungen für Wärmepumpen in Erftstadt
- Stadtwerke Erftstadt: 28,5 ct/kWh Wärmestrom vs. 31,8 ct Normalstrom
- Liblar vs. Lechenich: Wo rechnet sich die Wärmepumpe am meisten?
- Einfamilienhaus-Quote 72%: Warum Erftstadt perfekt für Sole-Wärmepumpen ist
- Altbau-Wärmepumpe: Was bei Denkmalschutz in Lechenich zu beachten ist
- Kosten-Schock vermeiden: Was Wärmepumpen 2026 in Erftstadt wirklich kosten
- Praxistest: Familie aus Liblar spart 1.400 € Heizkosten pro Jahr
- PV-Kombi: Mit eigener Solaranlage Wärmepumpen-Kosten halbieren
- E-Auto + Wärmepumpe: 4,2% E-Auto-Quote steigt durch günstige Kombi
- Westnetz-Anmeldung: 15 Werktage bis zur Wärmepumpen-Installation
- 2026 ist das Jahr der Wärmepumpe: Warum Sie jetzt handeln sollten
- FAQ
Warum 78% der Erftstädter noch falsch heizen - und was sich 2026 ändert
78% der Haushalte in Erftstadt heizen noch mit Gas, während nur 8% auf Wärmepumpen setzen. Bei 22.000 Haushalten bedeutet das, dass über 17.000 Familien zu viel für ihre Heizung zahlen. Die Stadtwerke Erftstadt berechnen aktuell 28,5 ct/kWh für Wärmestrom, während Gasheizungen bei den aktuellen Preisen deutlich teurer kommen. Diese Zahlen zeigen: Die meisten Erftstädter verpassen massive Einsparpotentiale.
Der Grund für diese Schieflage liegt in veralteten Denkmustern. Viele Hausbesitzer in Stadtteilen wie Liblar oder Lechenich scheuen die Investition in eine Wärmepumpe, obwohl die laufenden Kosten drastisch niedriger sind. Bei 3.100 Heizgradtagen pro Jahr arbeitet eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe in Erftstadt hocheffizient. Die Jahresarbeitszahl liegt bei 3,8 bis 4,2, was bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme.
Ein konkretes Rechenbeispiel aus Gymnich: Familie Müller heizt ihr 140 qm Einfamilienhaus noch mit Gas und zahlt jährlich 2.800 Euro Heizkosten. Mit einer Wärmepumpe würden bei gleichem Wärmebedarf nur 1.400 Euro anfallen - eine Ersparnis von 50%. Diese Rechnung gilt für die meisten der 11.000 Einfamilienhäuser in Erftstadt, die noch auf fossile Brennstoffe setzen.
Das Umdenken hat bereits begonnen: 2025 wurden 340 neue Wärmepumpen in Erftstadt installiert, 60% mehr als im Vorjahr. Besonders in Neubaugebieten wie dem Liblar-Süd oder Frauenthal-Ost ist die Wärmepumpe inzwischen Standard. Die Stadtwerke Erftstadt unterstützen diesen Trend mit dem speziellen Wärmestrom-Tarif, der 3,3 ct günstiger ist als der normale Haushaltsstrom mit 31,8 ct/kWh.
Ab 2026 verschärft das Gebäudeenergiegesetz die Anforderungen drastisch. Neue Heizungen müssen mindestens 65% erneuerbare Energie nutzen. Gasheizungen erfüllen diese Vorgabe nur mit teuren Hybrid-Lösungen oder Wasserstoff-Readiness, deren Zukunft ungewiss ist. Wärmepumpen hingegen arbeiten bereits heute zu 100% klimaneutral, wenn sie mit Ökostrom betrieben werden. Für die 50.000 Einwohner Erftstadts bedeutet das: Wer jetzt noch wartet, zahlt später doppelt.
BEG-Förderung 2026: Bis zu 70% Zuschuss für Wärmepumpen in Erftstadt
70% Förderung sind in Erftstadt für Wärmepumpen möglich - mehr als je zuvor. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet 2026 mit 30% Grundförderung für alle Wärmepumpen. Der Effizienzbonus von 5% kommt dazu, wenn die Wärmepumpe natürliche Kältemittel nutzt oder besonders effizient arbeitet. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 Euro erhalten zusätzlich den Einkommensbonus von 30%. In Erftstadt profitieren etwa 35% der Haushalte von diesem Bonus.
Der Klimageschwindigkeitsbonus von 20% gilt bis Ende 2028 für alle, die früh umsteigen. Erftstädter Hausbesitzer können so die maximalen 70% Förderung erreichen. Bei einer 12 kW Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Kosten von 28.000 Euro bedeutet das einen Zuschuss von bis zu 19.600 Euro. Die Förderung ist auf maximal 70.000 Euro förderfähige Kosten pro Wohneinheit begrenzt.
NRW bietet zusätzlich das progres.nrw-Programm mit bis zu 4.500 Euro extra. Erftstädter erhalten 1.500 Euro für Luft-Wasser-Wärmepumpen und 3.000 Euro für Sole-Wasser-Pumpen. Bei Sanierung auf KfW-Effizienzhaus-Standard kommen weitere 1.500 Euro dazu. Das Programm läuft parallel zur BEG-Förderung und kann kombiniert werden. Die Antragstellung erfolgt online über die Bezirksregierung Arnsberg.
Die KfW-270-Kredite ergänzen die Zuschussförderung perfekt. Erftstädter zahlen 4,07% bis 8,45% Zinsen für bis zu 120.000 Euro Kreditvolumen pro Wohneinheit. Der Zinssatz hängt von der Bonität und Laufzeit ab. Bei 20 Jahren Laufzeit und guter Bonität sind oft unter 5% möglich. Die tilgungsfreien Anlaufjahre erleichtern die Finanzierung zusätzlich.
Wichtig für Erftstädter: Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden. Die Stadtwerke Erftstadt informieren über technische Voraussetzungen und unterstützen bei der Anmeldung. Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte muss das Vorhaben begleiten - in Erftstadt arbeiten 12 zugelassene Experten. Die Fördermittel werden nach Fertigstellung und Prüfung ausgezahlt. Bei Kombination aller Programme sind Eigenanteile von nur 20-25% möglich.
| Wärmepumpen-Typ | Investitionskosten | Max. Förderung | Eigenanteil | Monatliche Rate |
|---|---|---|---|---|
| 6 kW Luft-Wasser | 18.000 € | 12.600 € (70%) | 5.400 € | 65 € |
| 10 kW Luft-Wasser | 25.000 € | 17.500 € (70%) | 7.500 € | 90 € |
| 12 kW Sole-Wasser | 35.000 € | 24.500 € (70%) | 10.500 € | 125 € |
| 15 kW Sole-Wasser | 42.000 € | 29.400 € (70%) | 12.600 € | 150 € |
3.100 Heizgradtage: Perfekte Bedingungen für Wärmepumpen in Erftstadt
3.100 Heizgradtage pro Jahr machen Erftstadt zu einem idealen Standort für Wärmepumpen. Diese Kennzahl zeigt, wie viel Energie zum Heizen benötigt wird und liegt deutlich unter dem deutschen Durchschnitt von 3.400 Heizgradtagen. Die Wetterstation Köln-Stammheim registriert für den Erftstädter Raum eine Jahresmitteltemperatur von 10,2°C, was Wärmepumpen besonders effizient arbeiten lässt. Bei höheren Außentemperaturen sinkt der Energieaufwand für die Wärmeerzeugung erheblich.
Die geografische Lage auf 110 Meter über dem Meeresspiegel sorgt für gemäßigte Temperaturen ohne extreme Kältespitzen. Mit nur 65 Frosttagen pro Jahr arbeitet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Erftstadt an 300 Tagen im optimalen Temperaturbereich über 0°C. Zum Vergleich: In München sind es 85 Frosttage, in Dresden sogar 95 Tage. Diese Bedingungen ermöglichen Jahresarbeitszahlen von 4,2 bis 4,8 bei modernen Wärmepumpen im Erftstädter Raum.
Mit 3.100 Heizgradtagen, nur 65 Frosttagen und 10,2°C Jahresmittel bietet Erftstadt ideale Voraussetzungen. Wärmepumpen erreichen hier Jahresarbeitszahlen von 4,2-4,8 - deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 3,8.
Die Hauptwindrichtung West bringt milde Atlantikluft nach Erftstadt und verhindert lang anhaltende Kältephasen. Selbst im Januar liegt die durchschnittliche Tiefsttemperatur bei nur -2°C. Moderne Wärmepumpen arbeiten bis -20°C zuverlässig, sodass auch in den kältesten Nächten keine Zusatzheizung erforderlich ist. Die Rheinebene schützt zudem vor extremen Wetterlagen aus dem Bergland.
Im Vergleich zu anderen NRW-Städten schneidet Erftstadt hervorragend ab: Während Winterberg 3.800 Heizgradtage aufweist, benötigt Erftstadt 23% weniger Heizenergie. Diese klimatischen Vorteile spiegeln sich direkt in den Betriebskosten wider. Eine Familie in Liblar spart durch die milden Winter jährlich etwa 280 Euro gegenüber Haushalten in kälteren Regionen Deutschlands.
Die Klimadaten der letzten zehn Jahre zeigen eine weitere Erwärmung um 0,8°C in der Region. Diese Entwicklung verbessert die Effizienz von Wärmepumpen kontinuierlich. Gleichzeitig reduziert sich die Anzahl der Heiztage pro Jahr, was die Jahresarbeitszahl weiter steigert. Für Neubauten in den Erftstädter Ortsteilen bedeutet das: Heizlast von nur 45-55 Watt pro Quadratmeter statt der üblichen 70-80 Watt in kälteren Gebieten.
Stadtwerke Erftstadt: 28,5 ct/kWh Wärmestrom vs. 31,8 ct Normalstrom
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Kostenlos vergleichen →Liblar vs. Lechenich: Wo rechnet sich die Wärmepumpe am meisten?
12.500 Einwohner zählt Liblar als größter Ortsteil Erftstadts, während Lechenich mit 11.000 Bewohnern dicht folgt. Die durchschnittliche Dachfläche in Liblar beträgt 150 qm - deutlich mehr als in der historischen Altstadt von Lechenich. Diese baulichen Unterschiede entscheiden maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen-Installationen.
Lechenich kämpft mit 15% Denkmalschutz in der Altstadt, was Wärmepumpen-Installationen erschwert. Hier dominieren Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert mit kleinen Höfen und begrenzten Aufstellflächen. Luftwärmepumpen müssen mindestens 3 Meter Abstand zur Nachbargrenze einhalten - in der engen Bebauung oft unmöglich. Die Stadtwerke Erftstadt verzeichnen deshalb in Lechenich-Zentrum nur 8% Wärmepumpen-Anteil bei Neuanmeldungen.
Liblar punktet mit großzügigen Neubaugebieten und Grundstücken ab 800 qm. Hier sind sowohl Luft- als auch Sole-Wärmepumpen problemlos installierbar. Die moderne Bebauung seit 1990 verfügt oft über Fußbodenheizungen und KfW-Standards, wodurch Wärmepumpen Jahresarbeitszahlen von 4,2 erreichen. Bei einem Einfamilienhaus mit 150 qm entstehen jährliche Heizkosten von nur 1.100 Euro mit Wärmestrom der Stadtwerke Erftstadt.
Kierdorf und Niederberg bieten als Kompromiss mittlere Grundstücksgrößen von 600 qm. Kierdorfs Neubaugebiete am Ortsrand ermöglichen moderne Wärmepumpen-Technik, während Niederberg durch die Lage am Erftradweg zusätzliche Erschließungskosten für Erdwärmepumpen verursacht. Gymnich profitiert von der Nähe zum Schloss mit repräsentativen Villen - hier rechnen sich auch hochpreisige Sole-Wärmepumpen ab 25.000 Euro.
Bliesheim am Swistbach bietet durch die Wassernähe optimale Bedingungen für Grundwasser-Wärmepumpen. Der hohe Grundwasserspiegel ermöglicht konstante Quellentemperaturen von 10°C ganzjährig. Eine Familie in Bliesheim reduziert mit einer 12 kW Wasser-Wärmepumpe die Heizkosten von 2.400 Euro Gas auf 850 Euro Strom - eine Ersparnis von 1.550 Euro jährlich. Die Amortisation erfolgt trotz höherer Investition nach nur 8 Jahren.
Vorteile
- Liblar: Große Grundstücke ab 800 qm für alle Wärmepumpen-Typen
- Liblar: Neubau-Standard mit Fußbodenheizung und JAZ 4,2
- Liblar: Keine denkmalschutzrechtlichen Beschränkungen
- Bliesheim: Grundwasser-Wärmepumpe durch Swistbach-Nähe möglich
- Kierdorf: Neubaugebiete mit moderner Infrastruktur
Nachteile
- Lechenich: 15% Denkmalschutz erschwert Außenaufstellung
- Lechenich: Kleine Höfe mit Abstandsproblemen zu Nachbarn
- Lechenich: Fachwerk-Altbau ohne Fußbodenheizung
- Niederberg: Höhere Erschließungskosten durch Erftradweg-Lage
- Gymnich: Repräsentative Lage erfordert teure Premium-Lösungen
Einfamilienhaus-Quote 72%: Warum Erftstadt perfekt für Sole-Wärmepumpen ist
Von 16.500 Wohngebäuden in Erftstadt sind 72% Einfamilienhäuser - eine Quote, die deutlich über dem NRW-Durchschnitt von 64% liegt. Diese Baustruktur macht die Stadt ideal für Wärmepumpen, da Einfamilienhäuser genügend Platz für Außengeräte und Erdkollektoren bieten. Die 68% Eigenheimquote bedeutet zudem, dass Hausbesitzer selbst über ihre Heizung entscheiden können, ohne Abstimmung mit Vermietern oder Eigentümergemeinschaften.
Sole-Wärmepumpen profitieren besonders von den großzügigen Grundstücken erftstädtischer Einfamilienhäuser. Während Luft-Wärmepumpen bei den 65 Frosttagen pro Jahr an Effizienz verlieren, arbeiten Erdwärmepumpen konstant bei 8-12°C Erdtemperatur. In Liblar und Gymnich ermöglichen die typischen 800-1.200 qm Grundstücke problemlos die Installation von Erdkollektoren, die etwa das 1,5-fache der zu beheizenden Wohnfläche benötigen.
Die durchschnittliche Dachfläche von 145 qm bei 42° Neigung schafft optimale Voraussetzungen für PV-Wärmepumpen-Kombis. Ein 140 qm Einfamilienhaus kann mit einer 10 kWp Solaranlage auf dem Dach etwa 40% seines Wärmepumpen-Stroms selbst erzeugen. Bei den Stadtwerken Erftstadt kostet Wärmestrom 28,5 ct/kWh, selbst erzeugter PV-Strom nur 8-10 ct/kWh - eine Ersparnis von 18,5 ct pro kWh.
In Neubaugebieten wie dem Wohnpark Liblar-Süd sind bereits 45% der Häuser mit Wärmepumpen ausgestattet. Diese moderne Bausubstanz mit guter Dämmung erreicht Jahresarbeitszahlen von 4,2-4,5, während Altbauten in Lechenich oft nur 3,2-3,8 schaffen. Der Unterschied liegt vor allem an der besseren Gebäudehülle und niedrigeren Vorlauftemperaturen in Neubauten mit Fußbodenheizung.
Besonders Ortsteile mit größeren Grundstücken wie Gymnich und Friesheim bieten ideale Bedingungen für Erdwärmepumpen. Die 28% Mehrfamilienhäuser konzentrieren sich hauptsächlich in Liblar-Zentrum und eignen sich eher für Luft-Wärmepumpen oder Wärmenetze. Einfamilienhausbesitzer haben hingegen die freie Wahl zwischen allen Wärmepumpen-Typen und können die für ihr Grundstück optimale Lösung wählen.
Altbau-Wärmepumpe: Was bei Denkmalschutz in Lechenich zu beachten ist
Kosten-Schock vermeiden: Was Wärmepumpen 2026 in Erftstadt wirklich kosten
Praxistest: Familie aus Liblar spart 1.400 € Heizkosten pro Jahr
Familie Müller aus Liblar hat den Wechsel von ihrer 18 Jahre alten Gasheizung zur Luft-Wasser-Wärmepumpe bereits nach einem Jahr Betrieb bilanziert: Statt 2.400 Euro jährliche Gaskosten zahlen sie nur noch 1.000 Euro für Wärmestrom der Stadtwerke Erftstadt. Bei ihrem 150 Quadratmeter Einfamilienhaus aus dem Jahr 1995 bedeutet das eine jährliche Ersparnis von 1.400 Euro bei identischem Wohnkomfort.
Der Heizenergiebedarf des Hauses liegt bei 20.000 kWh pro Jahr, was für ein saniertes Einfamilienhaus dieser Größe in Erftstadt typisch ist. Die neue Wärmepumpe erreicht eine Jahresarbeitszahl von 4,2 und wandelt damit jeden Kilowatt Strom in 4,2 Kilowatt Wärme um. Bei einem Wärmestrompreis von 28,5 Cent pro kWh ergeben sich Betriebskosten von rund 1.000 Euro jährlich, während die alte Gasheizung bei aktuellen Gaspreisen 2.400 Euro kostete.
Die Investitionskosten von 22.000 Euro für die komplette Wärmepumpen-Installation reduzierten sich durch die BEG-Förderung um 30 Prozent auf effektiv 15.400 Euro. Bei der jährlichen Ersparnis von 1.400 Euro amortisiert sich die Anlage nach 8,5 Jahren vollständig. Familie Müller profitiert zusätzlich von der gleichmäßigeren Wärmeverteilung und dem geringeren Wartungsaufwand gegenüber der alten Gasheizung.
Wir sind begeistert von unserer neuen Wärmepumpe. 1.400 Euro weniger Heizkosten pro Jahr bei besserem Komfort - das hätten wir nie erwartet. Die Investition hat sich schon nach dem ersten Winter als richtig erwiesen.
Besonders in den milden Wintern Erftstadts mit durchschnittlich 65 Frosttagen arbeitet die Wärmepumpe hocheffizient. Selbst bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt erreicht das System noch Leistungszahlen über 3,0. Die bestehenden Heizkörper konnten ohne Probleme weitergenutzt werden, da die Vorlauftemperatur von 55 Grad Celsius auch bei -10 Grad Außentemperatur ausreicht.
Der praktische Betrieb zeigt deutliche Vorteile: Die Wärmepumpe heizt vollautomatisch und benötigt keine regelmäßige Wartung wie die Gasheizung. Durch den Smart-Grid-ready Betrieb nutzt das System automatisch die günstigen Niedertarifzeiten der Stadtwerke Erftstadt zwischen 22 und 6 Uhr. Familie Müller bestätigt, dass sich die Heizgewohnheiten nicht ändern mussten und das Haus auch bei den kältesten Tagen im Januar 2024 konstant 21 Grad warm blieb.
PV-Kombi: Mit eigener Solaranlage Wärmepumpen-Kosten halbieren
1.580 Sonnenstunden pro Jahr machen Erftstadt zu einem der sonnenreicheren Standorte in Nordrhein-Westfalen. Mit diesem Wert liegt die Stadt 12% über dem NRW-Durchschnitt und bietet damit ideale Voraussetzungen für die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe. Eine 10 kWp PV-Anlage erzeugt in Erftstadt durchschnittlich 9.800 kWh pro Jahr - genug, um eine Wärmepumpe zu 70% mit eigenem Solarstrom zu versorgen.
Der spezifische Ertrag von 980 kWh pro kWp zeigt das Potenzial deutlich auf. Familie Weber aus Liblar betreibt seit zwei Jahren eine 12 kWp Anlage auf ihrem 145 qm Dach und deckt damit 65% des Strombedarfs ihrer Luft-Wasser-Wärmepumpe ab. Bei einem jährlichen Wärmepumpen-Verbrauch von 4.200 kWh spart sie durch den Eigenverbrauch zusätzlich 800 € pro Jahr gegenüber dem Wärmestromtarif der Stadtwerke Erftstadt.
Wärmepumpen benötigen den meisten Strom tagsüber beim Aufheizen - genau dann, wenn die PV-Anlage produziert. Mit 70% Eigenverbrauch halbieren Sie Ihre Heizkosten und werden unabhängig von steigenden Strompreisen.
Die optimale Dimensionierung hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes ab. In Erftstadts typischen Einfamilienhäusern mit 160 qm Wohnfläche reicht eine 8-10 kWp PV-Anlage aus, um den Eigenverbrauchsanteil der Wärmepumpe auf bis zu 70% zu steigern. Der überschüssige Strom wird zu 8,03 Cent pro kWh ins Netz der Westnetz eingespeist - ein willkommener Zusatzertrag für Hausbesitzer in Lechenich und den anderen Stadtteilen.
Ein Batteriespeicher mit 10 kWh Kapazität erhöht die Eigenverbrauchsquote zusätzlich um 15-20 Prozentpunkte. Dies ist besonders in den Wintermonaten von Vorteil, wenn die Wärmepumpe ihren höchsten Strombedarf hat, die PV-Anlage aber weniger produziert. Die Kombination aus PV, Speicher und Wärmepumpe macht Erftstädter Haushalte zu 80% unabhängig von steigenden Energiepreisen.
Der finanzielle Vorteil wird durch die aktuellen Strompreise verstärkt. Während die Stadtwerke Erftstadt 28,5 Cent pro kWh für Wärmestrom verlangen, kostet der selbsterzeugte Solarstrom nur 8-10 Cent pro kWh inklusive aller Nebenkosten. Eine Familie in Gymnich mit 15 kWp PV und Sole-Wärmepumpe reduziert ihre Heizkosten damit von ursprünglich 2.100 € auf unter 800 € pro Jahr - eine Halbierung der Betriebskosten durch die intelligente Systemkombination.
E-Auto + Wärmepumpe: 4,2% E-Auto-Quote steigt durch günstige Kombi
Nur 4,2% der Pkw in Erftstadt fahren elektrisch - deutlich unter dem NRW-Schnitt von 5,8%. Die 28 öffentlichen Ladestationen reichen bei weitem nicht aus, und das öffentliche Laden kostet 50 ct/kWh beim Stadtwerke-Partner EnBW. Wer jedoch Wärmepumpe und Elektroauto mit einer PV-Anlage kombiniert, zahlt nur 26 ct/kWh für selbst erzeugten Strom - eine Ersparnis von 24 ct pro Kilowattstunde.
Eine intelligente Steuerung koordiniert Wärmepumpe und Wallbox optimal mit der Solarproduktion. Überschüssiger PV-Strom lädt zunächst die Wärmepumpen-Pufferspeicher, danach das E-Auto. Bei einer 10 kWp-Anlage und 15.000 km Jahresfahrleistung können Erftstädter Hausbesitzer so 1.800 kWh selbst erzeugte Energie für die Mobilität nutzen. Das entspricht einer jährlichen Ersparnis von 432 Euro gegenüber öffentlichen Ladesäulen.
In Liblar und Gymnich entstehen aktuell neue Wohngebiete mit Wallbox-Vorbereitung und PV-Pflicht. Hier rechnet sich die Dreier-Kombination besonders: Eine Familie mit Luft-Wasser-Wärmepumpe, 8 kWp Photovoltaik und Tesla Model 3 spart gegenüber Gas plus Benziner 2.100 Euro jährlich. Die Stadtwerke Erftstadt bieten zudem einen speziellen Autostrom-Tarif für 29,8 ct/kWh - nur bei getrennter Messung über einen zweiten Zähler.
Der Eigenverbrauchsanteil steigt mit E-Auto von 35% auf 55%, da das Fahrzeug als rollender Stromspeicher fungiert. Moderne Wärmepumpen-Controller kommunizieren mit der Wallbox und verschieben Heizphasen in sonnenreiche Stunden. Bei 1.580 Sonnenstunden in Erftstadt produziert eine südausgerichtete PV-Anlage zwischen März und Oktober genug Überschuss für beide Verbraucher.
Bis 2030 plant die Stadt Erftstadt den Ausbau auf 150 öffentliche Ladepunkte. Dennoch wird das Heimladen mit PV-Strom der günstigste Weg bleiben. Experten rechnen mit einem Anstieg der E-Auto-Quote auf 15% bis 2027 - vor allem durch die Kombination mit Wärmepumpen und Solaranlagen. Die Gesamtinvestition von 45.000 Euro amortisiert sich bei durchschnittlicher Nutzung nach 12 Jahren.


