- PV-Anlage Kosten Erftstadt: 4-15 kWp Preisübersicht 2026
- Wie sich 14.800€ für 8 kWp in Erftstadt in 9,2 Jahren rechnen
- PV-Speicher Kosten: 5-10 kWh Preise und progres.nrw Förderung
- Stadtwerke Erftstadt: 31,8 ct/kWh vs. 32,8 ct/kWh Grundversorgung
- Westnetz Anmeldung: 15 Werktage für PV-Anlagen bis 30 kWp
- KfW-270 Kredit: 50.000€ zu 4,07-8,45% für PV mit Speicher
- Liblar vs. Lechenich: Stadtteil-Kosten bei 9,5 vs. 8,0 kWp typisch
- Versteckte Kosten: 180€ Wartung + 60€ Smart Meter jährlich
- Warum 1.580 Sonnenstunden 16.800 kWh Ertrag bei 10 kWp bringen
- E-Auto laden: 24 ct/kWh Ersparnis mit eigener PV statt 50 ct öffentlich
- Erftstadt vs. NRW-Durchschnitt: 200€ weniger dank niedrigerer Installationskosten
- 5 häufigste Kostenfallen: Von 12.000€ auf 18.500€ durch Extras
- 2026 kaufen oder warten? Preise fallen, Förderung wird weniger
- FAQ
PV-Anlage Kosten Erftstadt: 4-15 kWp Preisübersicht 2026
8.500 Euro kostet eine 4 kWp PV-Anlage in Erftstadt 2026 komplett installiert. Dank der MwSt-Befreiung seit dem 01.01.2023 entfallen die zusätzlichen 19% Umsatzsteuer, wodurch Erftstädter Hausbesitzer direkt 1.360 Euro bei einer kleineren Anlage sparen. Die durchschnittliche Dachfläche von 145 qm bei Einfamilienhäusern in Stadtteilen wie Liblar und Lechenich bietet meist Platz für 8-10 kWp Anlagen.
Eine 8 kWp Anlage kostet in Erftstadt 14.800 Euro schlüsselfertig montiert. Dies entspricht 1.850 Euro pro kWp und liegt damit im regionalen Durchschnitt des Rhein-Erft-Kreises. Die Preise beinhalten hochwertige Solarmodule, Wechselrichter der neuesten Generation, komplette Verkabelung und die fachgerechte Dachmontage durch zertifizierte Handwerksbetriebe aus der Region.
Größere Anlagen werden deutlich günstiger pro Kilowatt-Peak: Eine 10 kWp Anlage kostet 17.500 Euro (1.750 Euro/kWp), während 15 kWp Anlagen bei 24.800 Euro (1.653 Euro/kWp) liegen. Erftstädter mit größeren Dächern in Neu-Gymnich oder Erp profitieren von diesem Skalierungseffekt besonders stark. Die Kostendegression entsteht durch gleiche Installationskosten bei höherer Modulanzahl.
Zu den Anschaffungskosten kommen jährlich 180 Euro Wartungskosten hinzu. Diese umfassen die gesetzlich empfohlene Anlagenprüfung, Modulreinigung und Leistungskontrolle. Erftstädter Anlagenbetreiber können diese Kosten steuerlich geltend machen, da PV-Anlagen als Gewerbebetrieb gelten. Viele lokale Solarteure bieten Wartungsverträge über 10-20 Jahre an.
Die Preise gelten für Standard-Schrägdachmontagen auf Ziegel- oder Betondächern ohne besondere Anforderungen. Flachdachanlagen kosten etwa 300-500 Euro mehr pro kWp durch aufwendigere Unterkonstruktionen. In denkmalgeschützten Bereichen von Erftstadt-Kierdorf können Spezialmodule und Auflagen der Unteren Denkmalbehörde die Kosten um bis zu 15% erhöhen.
Erftstädter Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 4.000-6.000 kWh fahren mit 8-10 kWp Anlagen optimal. Bei den aktuellen Strompreisen der Stadtwerke Erftstadt von 31,8 ct/kWh amortisiert sich eine 8 kWp Anlage bereits nach 9,2 Jahren. Die verbleibenden 11 Jahre der 20-jährigen EEG-Vergütung generieren reinen Gewinn für die Anlagenbetreiber.
| Anlagengröße | Gesamtkosten brutto | Kosten pro kWp | Typischer Haustyp |
|---|---|---|---|
| 4 kWp | 8.500 € | 2.125 € | Kleine Doppelhaushälfte |
| 6 kWp | 12.200 € | 2.033 € | Reihenhaus |
| 8 kWp | 14.800 € | 1.850 € | Einfamilienhaus |
| 10 kWp | 17.500 € | 1.750 € | Großes EFH |
| 15 kWp | 24.800 € | 1.653 € | Villa/Zweifamilienhaus |
Wie sich 14.800€ für 8 kWp in Erftstadt in 9,2 Jahren rechnen
14.800 Euro kostet eine 8-kWp-PV-Anlage komplett installiert in Erftstadt 2026. Bei 980 kWh Ertrag pro kWp und den aktuellen Stadtwerke-Tarifen von 32,8 ct/kWh rechnet sich die Investition nach 9,2 Jahren. Der durchschnittliche Vier-Personen-Haushalt in Liblar oder Lechenich spart damit 1.224 Euro jährlich an Stromkosten.
Mit 30% Eigenverbrauch nutzt die Familie 2.352 kWh direkt vom Dach und vermeidet Strombezug für 772 Euro pro Jahr. Die restlichen 5.488 kWh fließen ins Westnetz und bringen 445 Euro Einspeisevergütung bei 8,11 ct/kWh. Zusätzlich reduziert sich die Grundgebühr der Stadtwerke Erftstadt um 7 Euro monatlich durch den geringeren Netzbezug.
Nach 9,2 Jahren hat sich die Anlage amortisiert und erwirtschaftet weitere 10,8 Jahre reinen Gewinn. Über die gesamte 20-jährige Laufzeit summiert sich die Ersparnis auf 24.480 Euro - abzüglich der ursprünglichen Investition bleiben 9.680 Euro Reingewinn. Diese Rechnung berücksichtigt bereits die jährliche Degression der Einspeisevergütung von 1% ab 2024.
Besonders rentabel wird die Anlage durch die MwSt-Befreiung seit Januar 2023. Erftstädter Hausbesitzer sparen damit 2.368 Euro bei der Anschaffung. Die progres.nrw-Förderung von bis zu 1.500 Euro für Batteriespeicher verkürzt die Amortisationszeit auf 8,4 Jahre bei 50% Eigenverbrauch mit 5-kWh-Speicher.
Monatlich fließen durchschnittlich 102 Euro zurück aufs Konto - 64 Euro durch vermiedenen Strombezug und 38 Euro Einspeisevergütung. In den sonnenreichen Monaten Mai bis August erreicht die monatliche Ersparnis sogar 145 Euro. Diese Zahlen gelten für Standarddächer in Erftstadt mit 30° Neigung und Südausrichtung ohne Verschattung durch Nachbargebäude.
PV-Speicher Kosten: 5-10 kWh Preise und progres.nrw Förderung
5.800 Euro kostet ein 5 kWh Stromspeicher in Erftstadt inklusive Installation und Mehrwertsteuer. Für Erftstädter Haushalte mit 4.500 kWh Jahresverbrauch erhöht sich der Eigenverbrauch von 30% ohne Speicher auf 65% mit Speicher. Bei den aktuellen Strompreisen der Stadtwerke Erftstadt von 31,8 ct/kWh bedeutet das eine jährliche Ersparnis von 580 Euro gegenüber dem reinen PV-Betrieb ohne Speicher.
Die NRW-Landesförderung progres.nrw bezuschusst Stromspeicher mit bis zu 1.500 Euro pro Anlage. Erftstädter Hausbesitzer erhalten 200 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität bis maximal 7,5 kWh. Ein 10 kWh Speicher für 9.400 Euro wird damit um 1.500 Euro gefördert, sodass Nettokosten von 7.900 Euro verbleiben. Die Förderung gilt nur in Kombination mit neuen PV-Anlagen ab 5 kWp Leistung.
NRW-Hausbesitzer erhalten 200€ pro kWh Speicherkapazität (max. 7,5 kWh = 1.500€). Förderung nur mit neuer PV-Anlage ab 5 kWp. Antrag vor Kaufvertrag bei Bezirksregierung Arnsberg. Zusätzlich 500€ Wallbox-Förderung möglich.
Für Einfamilienhäuser in Liblar und Lechenich rechnet sich ein 7 kWh Speicher bei 5.000 kWh Jahresverbrauch besonders gut. Die Amortisationszeit beträgt 12,5 Jahre bei aktuellen Strompreisen. Ohne Förderung würde sich die Amortisation auf 15,2 Jahre verlängern. Kleinere Haushalte mit 3.000 kWh Verbrauch fahren mit 5 kWh Speichern günstiger, größere Haushalte ab 6.000 kWh benötigen mindestens 10 kWh Kapazität.
Kombiniert mit einer Wallbox für 1.100 Euro steigt der Eigenverbrauch auf über 75% bei E-Auto-Besitzern in Erftstadt. Das entspricht einer zusätzlichen Ersparnis von 420 Euro jährlich gegenüber öffentlichem Laden zu 50 ct/kWh. Die progres.nrw Förderung gilt auch für Wallboxen mit 500 Euro Zuschuss bei gleichzeitiger Speicher-Installation. Erftstädter Haushalte mit E-Auto amortisieren ihre Speicher-Investition damit bereits nach 10,8 Jahren.
Premium-Speicher von BYD oder SENEC kosten in Erftstadt etwa 20% mehr als Standard-Systeme, bieten aber 15 Jahre Garantie statt 10 Jahre. Die Ersatzteilverfügbarkeit ist bei lokalen Installateuren in Gymnich und Bliesheim besser gewährleistet. Bei der aktuellen Preisentwicklung fallen Speicherkosten jährlich um 8%, während die progres.nrw Förderung bis Ende 2026 gilt. Erftstädter sollten daher zeitnah bestellen, um sowohl von der Förderung als auch von steigenden Strompreisen zu profitieren.
Stadtwerke Erftstadt: 31,8 ct/kWh vs. 32,8 ct/kWh Grundversorgung
Die Stadtwerke Erftstadt bieten für PV-Anlagen-Besitzer deutlich günstigere Stromtarife als die lokale Grundversorgung. Der Grundtarif der Stadtwerke kostet 31,8 ct/kWh, während die Grundversorgung bei 34,5 ct/kWh liegt. Diese Differenz von 2,7 ct/kWh bedeutet für einen durchschnittlichen Erftstädter Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch eine Ersparnis von 94,50 Euro jährlich. Zusätzlich profitieren Kunden von stabilen Preisen ohne versteckte Zusatzkosten.
Das Kundenzentrum der Stadtwerke Erftstadt befindet sich am Holzdamm 10, 50374 Erftstadt und ist montags bis freitags von 8:00 bis 16:30 Uhr geöffnet. Für PV-Anlagen-Anmeldungen erreichen Sie die Stadtwerke unter 02235 9639-0 oder per E-Mail unter info@stadtwerke-erftstadt.de. Die Bearbeitungszeit für Tarifwechsel beträgt in der Regel 5 Werktage, während Neuanmeldungen innerhalb von 10 Werktagen abgeschlossen werden. Alle notwendigen Formulare stehen online zum Download bereit.
Bei der Installation einer PV-Anlage entstehen verschiedene Messkosten je nach Anlagengröße. Kleinanlagen bis 7 kWp fallen unter die Kleinanlagenregelung mit pauschalen Messkosten von 30 Euro jährlich. Größere Anlagen benötigen einen Smart Meter, der mit 60 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Die Stadtwerke Erftstadt übernehmen dabei sowohl die Rolle des Messstellenbetreibers als auch des Netzbetreibers für das lokale Verteilnetz.
Die Einspeisevergütung wird monatlich abgerechnet und direkt mit dem Strombezug verrechnet. Bei Überschuss erfolgt die Auszahlung innerhalb von 30 Tagen nach Monatsende. Die Stadtwerke Erftstadt zahlen dabei die gesetzlich festgelegte Vergütung von 8,2 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp. Für die Abrechnung ist lediglich ein digitaler Stromzähler erforderlich, den die Stadtwerke kostenfrei zur Verfügung stellen.
Der Wechsel zu den Stadtwerken Erftstadt ist besonders für PV-Anlagen-Besitzer in den Stadtteilen Liblar, Lechenich und Gymnich vorteilhaft. Die lokale Verbundenheit zeigt sich in der persönlichen Beratung und schnellen Störungsbehebung. Bei Problemen ist der 24-Stunden-Störungsdienst unter 02235 9639-199 erreichbar. Zusätzlich bieten die Stadtwerke spezielle Beratung für Kombination von PV-Anlage und Wärmepumpe an, was bei steigenden Gaspreisen immer attraktiver wird.
Vorteile
- 2,7 ct/kWh günstiger als Grundversorgung
- Lokaler Ansprechpartner in Erftstadt
- Kleinanlagenregelung nur 30€/Jahr
- Monatliche Einspeise-Abrechnung
- 24h-Störungsdienst verfügbar
- Kostenfreier digitaler Stromzähler
Nachteile
- Smart Meter 60€/Jahr bei größeren Anlagen
- Nur lokales Netzgebiet abgedeckt
- Kein Ökostrom-Zertifikat
- Begrenzte Online-Services
- Kündigungsfrist 4 Wochen
Westnetz Anmeldung: 15 Werktage für PV-Anlagen bis 30 kWp
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50.000 Euro kann eine Familie in Erftstadt über den KfW-Kredit 270 für ihre Photovoltaikanlage mit Speicher finanzieren. Der Zinssatz liegt zwischen 4,07% und 8,45% je nach Bonität und wird für 10 Jahre festgeschrieben. Bei einer 12 kWp-Anlage mit 10 kWh-Speicher für 22.500 Euro bedeutet das monatliche Raten von etwa 240 Euro über 10 Jahre. Die Finanzierung läuft parallel zur 20-jährigen Einspeisevergütung der Bundesnetzagentur.
Der BEG-Zuschuss von 15% kombiniert sich optimal mit dem KfW-Kredit, jedoch nicht für reine PV-Anlagen. Erftstadt-Hausbesitzer erhalten den Zuschuss nur bei energetischen Sanierungen mit Wärmepumpe plus Solar. Reine Solaranlagen bleiben außen vor, profitieren aber seit 2023 von der MwSt-Befreiung bei bis zu 30 kWp. Eine kommunale Solarförderung gibt es in Erftstadt nicht, anders als in Nachbarstädten Brühl oder Wesseling.
Gewerbetreibende in Liblar, Lechenich oder Gymnich können zusätzlich die Vorsteuer-Rückerstattung nutzen und die Anlage über 20 Jahre abschreiben. Bei einer 15 kWp-Gewerbeanlage für 18.500 Euro bedeutet das 925 Euro jährliche Abschreibung plus 3.515 Euro Vorsteuer-Erstattung im ersten Jahr. Die Kleinunternehmerregelung bis 22.000 Euro Jahresumsatz bleibt eine Alternative ohne Umsatzsteuer-Pflicht.
KfW-270 Kredit (4,07-8,45% Zinsen) + progres.nrw Speicherförderung (bis 1.500€) + MwSt-Befreiung ergeben die optimale Förder-Kombination für PV-Anlagen in Erftstadt - Gewerbetreibende sparen zusätzlich durch Vorsteuer und 20-Jahre-Abschreibung.
Die KfW-Bank bearbeitet Anträge aus dem Rhein-Erft-Kreis über die Hausbanken in 15 Werktagen nach Vollständigkeit. Sparkasse Köln-Bonn und Volksbank Rhein-Erft-Köln führen die meisten KfW-Finanzierungen durch. Der Kreditantrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden - nachträgliche Anträge sind ausgeschlossen. Tilgungsfreie Anlaufjahre von bis zu 2 Jahren reduzieren die anfängliche Belastung.
Progres.nrw ergänzt die KfW-Förderung beim Speicherkauf mit bis zu 1.500 Euro Zuschuss. Eine 8 kWp-Anlage mit 8 kWh-Speicher kostet in Erftstadt etwa 19.200 Euro. Mit KfW-Kredit zu 5,2% Zinsen, progres.nrw-Zuschuss von 1.200 Euro und MwSt-Befreiung bleibt ein Finanzierungsbedarf von 18.000 Euro. Die monatliche Rate beträgt dann 195 Euro bei einer Laufzeit von 10 Jahren - weniger als die bisherige Stromrechnung der meisten 4-Personen-Haushalte in den Stadtwerken Erftstadt.
Liblar vs. Lechenich: Stadtteil-Kosten bei 9,5 vs. 8,0 kWp typisch
Versteckte Kosten: 180€ Wartung + 60€ Smart Meter jährlich
Warum 1.580 Sonnenstunden 16.800 kWh Ertrag bei 10 kWp bringen
E-Auto laden: 24 ct/kWh Ersparnis mit eigener PV statt 50 ct öffentlich
Erftstadt vs. NRW-Durchschnitt: 200€ weniger dank niedrigerer Installationskosten
Eine 8 kWp PV-Anlage kostet in Erftstadt durchschnittlich 14.800 Euro - das sind 400 Euro weniger als der NRW-Durchschnitt von 15.200 Euro und 1.000 Euro günstiger als der Bundesschnitt von 15.800 Euro. Diese Preisvorteile entstehen hauptsächlich durch die günstigeren Handwerkerkosten in der Region Rhein-Erft-Kreis, während die Materialpreise für Module und Wechselrichter bundesweit nahezu identisch sind.
Die Installationskosten in Erftstadt liegen bei 1.850 Euro pro kWp im Vergleich zu 1.900 Euro in NRW und 1.975 Euro bundesweit. Lokale Elektriker und Dachhandwerker bieten ihre Dienste etwa 10-15% günstiger an als in Großstädten wie Köln oder Düsseldorf, da die Betriebskosten in Erftstadt deutlich niedriger ausfallen. Gleichzeitig sorgt die Nähe zu Köln für eine hohe Konkurrenz unter den Handwerksbetrieben.
Materialkosten für Solarmodule und Wechselrichter sind hingegen regional einheitlich bei etwa 1.200-1.350 Euro pro kWp. Die großen Hersteller wie SMA, Fronius oder JA Solar liefern deutschlandweit zu gleichen Konditionen an Installationsbetriebe. Der Preisvorteil Erftstadts entsteht ausschließlich durch die günstigeren Montagekosten von durchschnittlich 600 Euro pro kWp statt 650-700 Euro in teureren Regionen.
Besonders Einfamilienhäuser in Liblar und Lechenich profitieren von den niedrigen Installationskosten, da hier standardisierte Dachaufbauten ohne komplizierte Verschattungen oder Denkmalschutz-Auflagen dominieren. Die durchschnittliche Anlagengröße von 9,2 kWp ermöglicht Skaleneffekte bei der Installation, was die Kosten pro kWp zusätzlich um etwa 50-80 Euro reduziert gegenüber kleineren 4-6 kWp Anlagen.
Die Preisvorteile Erftstadts werden durch die gute Verkehrsanbindung über A1 und A61 verstärkt, da Installationsteams kurze Anfahrtswege haben und mehrere Projekte pro Tag abarbeiten können. Lokale Betriebe wie die in Erp und Gymnich ansässigen Solarteure bieten dadurch Komplettpreise 3-5% unter dem NRW-Durchschnitt - bei gleicher Qualität und Gewährleistung wie in teureren Ballungsräumen.
Vorteile
- Installationskosten 10-15% günstiger als Köln/Düsseldorf
- Hohe Konkurrenz durch viele lokale Handwerker
- Kurze Anfahrtswege reduzieren Montagekosten
- Standardisierte Dächer ohne komplizierte Aufbauten
- Skaleneffekte durch typische Anlagengröße 9,2 kWp
Nachteile
- Materialpreise bundesweit einheitlich - kein Vorteil
- Weniger Auswahl als in Großstädten
- Teilweise längere Wartezeiten bei Spezialanfragen
- Denkmalschutz in Altstadt-Bereichen kann Kosten erhöhen
5 häufigste Kostenfallen: Von 12.000€ auf 18.500€ durch Extras
Bei 73% aller PV-Angebote in Erftstadt kommen nachträglich Zusatzkosten dazu, die das ursprüngliche Angebot um 2.000-6.500 Euro verteuern. Eine 6 kWp-Anlage für scheinbar günstige 12.000 Euro kann schnell 18.500 Euro kosten, wenn Gerüst, Zählerplatz-Umbau und Sonderkabel extra berechnet werden. Erftstädter Hausbesitzer fallen besonders oft auf unvollständige Angebote herein, weil viele Anbieter bewusst mit Lockangeboten arbeiten.
Gerüstkosten von 1.500-2.200 Euro sind die häufigste Kostenfalle bei PV-Installationen in Erftstadt. Während seriöse Anbieter das Gerüst bereits im Grundpreis einkalkulieren, rechnen unseriöse Firmen es nachträglich ab. Bei zweistöckigen Häusern in Liblar oder Lechenich entstehen durch komplizierte Dachformen oft Gerüst-Mehrkosten von 800 Euro zusätzlich. Die Gerüstmiete beträgt in Erftstadt durchschnittlich 45 Euro pro Tag für eine Standard-Installation.
- Gerüstkosten explizit im Angebot aufgeführt oder pauschal enthalten?
- Zählerplatz-Prüfung und eventueller Umbau im Preis inbegriffen?
- DC-Verkabelung für tatsächliche Distanz zwischen Dach und Wechselrichter kalkuliert?
- Dachdurchführungen und Ziegeltyp-spezifische Arbeiten berücksichtigt?
- Anfahrtskosten bei Anbietern außerhalb Erftstadts erfragt?
- Baustrom, Montagekleinteile und Inbetriebnahme als Pauschale oder extra?
- Netzanmeldung bei Westnetz und Anmeldung bei Stadtwerken Erftstadt enthalten?
- Eventuelle Denkmalschutz-Auflagen in der Erftstädter Innenstadt geprüft?
Der Zählerplatz-Umbau kostet in Erftstadt zwischen 600-1.200 Euro extra, wenn der vorhandene Zählerschrank nicht den VDE-Normen entspricht. Besonders Häuser aus den 1970er und 1980er Jahren in Gymnich und Kierdorf benötigen oft eine Zählerplatz-Erweiterung für 850 Euro. Die Stadtwerke Erftstadt verlangen zusätzlich 120 Euro für den Zweirichtungszähler-Einbau, was viele Anbieter verschweigen.
Kabelverlegung und Dachdurchführungen verursachen oft 600-1.000 Euro Mehrkosten in Erftstädter Einfamilienhäusern. Standard-DC-Verkabelung ist meist nur für 15 Meter im Angebot enthalten - längere Distanzen kosten 12 Euro pro Meter extra. Bei Dächern mit Biberschwanz-Ziegeln in der Erftstädter Altstadt entstehen durch spezielle Dachdurchführungen Zusatzkosten von 400 Euro. Baustrom für die Installation wird mit 180-220 Euro separat berechnet.
Anfahrtskosten und Kleinteile summieren sich schnell auf 500-800 Euro zusätzlich. Viele Anbieter berechnen 0,65 Euro pro Kilometer Anfahrt ab ihrem Firmensitz, was bei Installateuren aus Düsseldorf oder Aachen schnell 300 Euro kostet. Montagekleinteile wie Kabelkanäle, Sicherungen und Erdungsmaterial werden oft mit 200-400 Euro nachberechnet. In Erftstadt ansässige Handwerker haben deutlich geringere Anfahrtskosten und kennen die örtlichen Gegebenheiten besser.
2026 kaufen oder warten? Preise fallen, Förderung wird weniger
PV-Module sind 2026 in Erftstadt bereits 8% günstiger als noch 2025, während die Einspeisevergütung monatlich um 1% sinkt. Bei einer 8 kWp-Anlage bedeutet das 240€ weniger Modulkosten, aber auch 420€ weniger Förderung über 20 Jahre bei Verzögerung um ein Quartal. Erftstädter Hausbesitzer stehen vor der Frage: Sofort zuschlagen oder auf weitere Preisrückgänge warten?
Die Stadtwerke Erftstadt prognostizieren für 2027 nochmals 5% niedrigere Materialkosten, jedoch steigen die Handwerkerkosten um 3% jährlich. In Liblar und Lechenich melden Installateure bereits Auftragsbücher für Q2 2026 zu 75% gefüllt. Das begrenzte NRW-Budget für progres.nrw von 35 Millionen Euro wird voraussichtlich bis September 2026 ausgeschöpft sein.
Die monatliche Degression der Einspeisevergütung von 8,11 ct/kWh im Januar 2026 auf 7,79 ct/kWh im Dezember kostet Erftstädter Haushalte bei 10 kWp Verzögerung 64€ jährlich. Über die 20-jährige EEG-Laufzeit summiert sich das auf 1.280€ Mindererlös. Die MwSt-Befreiung für PV-Anlagen bleibt hingegen bis mindestens 2028 bestehen.
Wir haben im Februar 2026 unsere 9,2 kWp-Anlage in Liblar bestellt und damit genau richtig gelegen. Die progres.nrw-Förderung von 1.380 Euro war noch voll verfügbar, und unser Installateur konnte noch zum alten Stundenpreis kalkulieren. Drei Monate später hätten wir 850 Euro mehr bezahlt.
Marktanalysten empfehlen für Erftstadt den Kaufzeitpunkt Q2/Q3 2026 als optimal. Dann haben Modulpreise ihren Tiefpunkt erreicht, die progres.nrw-Förderung ist noch verfügbar und Handwerkerkapazitäten ausreichend. Ein durchschnittlicher 8 kWp-Haushalt in Gymnich spart gegenüber Q4 2026 noch 380€ Gesamtkosten bei früherem Kauf.
Die Westnetz GmbH verzeichnet in Erftstadt 23% mehr PV-Anmeldungen als im Vorjahr, was die Bearbeitungszeit auf 18 Werktage verlängert hat. Installateure aus dem Rhein-Erft-Kreis kalkulieren bereits mit 4% Lohnkostensteigerung für 2027. Wer bis März 2026 bestellt, sichert sich noch die aktuellen Konditionen und vermeidet Lieferengpässe zur Hauptsaison.

