Was ist die Heizkurve bei einer Wärmepumpe?
Die Heizkurve (auch Heizkennlinie oder Regelcharakteristik genannt) ist die zentrale Einstellung jeder Wärmepumpenheizung. Sie bestimmt, bei welcher Außentemperatur das Heizungswasser im Vorlauf wie warm sein muss. Das Grundprinzip ist einfach: Je kälter es draußen ist, desto höher muss die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe sein, damit Deine Räume auf Wohlfühltemperatur kommen.
Stell Dir die Heizkurve als ein Koordinatensystem vor: Auf der X-Achse steht die Außentemperatur (von +20 °C bis -20 °C), auf der Y-Achse die Vorlauftemperatur (von 20 °C bis 70 °C). Die Heizkurve ist eine ansteigende Linie in diesem System. Bei milden Außentemperaturen von +10 °C genügt eine Vorlauftemperatur von vielleicht 28 °C. Bei frostigen -15 °C braucht Dein Heizsystem dagegen 45 °C oder mehr im Vorlauf.
Die Heizkurve wird über zwei Parameter gesteuert: die Steilheit (wie stark reagiert die Vorlauftemperatur auf Außentemperaturänderungen) und die Parallelverschiebung (wird die gesamte Kurve nach oben oder unten verschoben). Diese beiden Stellschrauben entscheiden darüber, ob Deine Wärmepumpe effizient und sparsam läuft oder ob sie unnötig viel Strom verbraucht.
Die Heizkurve ist der wichtigste Effizienz-Hebel Deiner Wärmepumpe. Eine korrekt eingestellte Heizkurve spart 10 bis 20 % Heizkosten, während eine falsche Einstellung hunderte Euro pro Jahr verschwendet. Die gute Nachricht: Du kannst sie selbst optimieren, kostenlos und in wenigen Schritten.
Warum ist das bei Wärmepumpen besonders wichtig? Weil der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe direkt von der Vorlauftemperatur abhängt. Im Gegensatz zu Gas- oder Ölheizungen, die bei jeder Vorlauftemperatur ähnlich effizient arbeiten, verliert eine Wärmepumpe mit jedem zusätzlichen Grad Vorlauftemperatur spürbar an Effizienz. Die Physik dahinter ist eindeutig: Der sogenannte COP (Coefficient of Performance) sinkt um etwa 2 bis 3 % pro Grad höherer Vorlauftemperatur. Bei einer um 5 °C zu hoch eingestellten Heizkurve verlierst Du also 10 bis 15 % Effizienz, und das über die gesamte Heizperiode.
Ein konkretes Beispiel: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die mit 35 °C Vorlauftemperatur arbeitet, erreicht einen COP von 4,5. Das bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4,5 kWh Wärme. Erhöhst Du die Vorlauftemperatur auf 50 °C, sinkt der COP auf etwa 3,0. Aus derselben 1 kWh Strom bekommst Du nur noch 3,0 kWh Wärme. Bei einem Jahreswärmebedarf von 15.000 kWh bedeutet das: Mit 35 °C Vorlauf brauchst Du 3.333 kWh Strom (ca. 1.000 Euro bei 30 ct/kWh). Mit 50 °C Vorlauf brauchst Du 5.000 kWh Strom (ca. 1.500 Euro). Die Differenz: 500 Euro pro Jahr, nur wegen einer falsch eingestellten Heizkurve.
In der Praxis ist die Heizkurve bei vielen Wärmepumpen ab Werk oder nach der Installation zu steil eingestellt. Installateure wählen häufig eine höhere Einstellung, damit der Kunde auf keinen Fall friert und keine Reklamation kommt. Das ist verständlich, kostet aber unnötig Geld. Laut einer Studie des Fraunhofer ISE laufen rund 60 % aller Wärmepumpen in Deutschland mit einer zu hohen Vorlauftemperatur. Auch der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) empfiehlt eine regelmäßige Überprüfung der Heizkurve. Das Einsparpotenzial durch Optimierung der Heizkurve ist entsprechend groß.
Steilheit und Parallelverschiebung verstehen
Um die Heizkurve gezielt zu optimieren, musst Du die beiden Stellgrößen verstehen: Steilheit und Parallelverschiebung. Beide Parameter arbeiten zusammen, haben aber unterschiedliche Auswirkungen auf das Heizverhalten.
Steilheit (Neigung, Gradient)
Die Steilheit bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur auf Veränderungen der Außentemperatur reagiert. Der Wert wird als Zahl angegeben, typischerweise zwischen 0,2 und 1,5. Eine Steilheit von 0,5 bedeutet: Sinkt die Außentemperatur um 10 °C, steigt die Vorlauftemperatur um 5 °C. Eine Steilheit von 1,0 würde bedeuten: 10 °C kälter draußen gleich 10 °C wärmer im Vorlauf.
Die optimale Steilheit hängt von drei Faktoren ab:
- Dämmstandard des Gebäudes: Gut gedämmte Häuser verlieren wenig Wärme und brauchen daher bei sinkenden Außentemperaturen nur geringe Erhöhungen der Vorlauftemperatur (flache Kurve, 0,3 bis 0,4). Schlecht gedämmte Altbauten verlieren viel Wärme und benötigen bei Kälte deutlich höhere Vorlauftemperaturen (steile Kurve, 0,7 bis 1,0).
- Heizfläche: Große Heizflächen (Fußbodenheizung) übertragen Wärme schon bei niedrigen Vorlauftemperaturen effektiv. Kleine Heizkörper brauchen höhere Temperaturen für die gleiche Wärmeleistung.
- Auslegungstemperatur: Die sogenannte Norm-Außentemperatur (in Deutschland je nach Region -10 °C bis -16 °C) bestimmt, bei welcher Kälte das Heizsystem noch voll leistungsfähig sein muss.
Typische Steilheitswerte im Überblick:
- 0,2 bis 0,3: Passivhaus mit Fußbodenheizung. Minimalste Reaktion auf Außentemperatur nötig.
- 0,3 bis 0,4: KfW-Effizienzhaus 40 oder 55 mit Fußbodenheizung. Der Standardwert für gut gedämmte Neubauten.
- 0,4 bis 0,5: Sanierter Altbau mit Fußbodenheizung oder Kombination Fußbodenheizung und große Plattenheizkörper.
- 0,5 bis 0,6: Gut sanierter Altbau mit modernen Plattenheizkörpern. Hier beginnt der Bereich, in dem die Wärmepumpe spürbar mehr arbeiten muss.
- 0,7 bis 0,9: Wenig sanierter Altbau mit alten, kleinen Heizkörpern. Die Wärmepumpe braucht hohe Vorlauftemperaturen und läuft weniger effizient.
- 1,0 und höher: Unsanierter Altbau mit Guss-Radiatoren. In diesem Bereich ist die Wärmepumpe nur bedingt sinnvoll, eine Dämmung sollte vorrangig sein.
Parallelverschiebung (Niveau, Heizniveau)
Die Parallelverschiebung verschiebt die gesamte Heizkurve nach oben oder unten, ohne ihre Steigung zu verändern. Wenn Du feststellst, dass alle Räume gleichmäßig zu kalt oder zu warm sind, ist die Parallelverschiebung das richtige Werkzeug. Im Gegensatz dazu änderst Du die Steilheit, wenn das Verhältnis zwischen milden und kalten Tagen nicht stimmt (z. B. an milden Tagen angenehm warm, aber bei Frost zu kalt).
Typische Anpassung: ±2 bis 5 °C. Die meisten Wärmepumpen-Regler zeigen die Parallelverschiebung in Grad Celsius oder als dimensionslose Zahl (z. B. -3 bis +3). Bei manchen Herstellern (z. B. Viessmann) heißt dieser Parameter "Niveau", bei Vaillant "Raumtemperatur-Sollwert" und bei Stiebel Eltron "Heizniveau".
Wenn es an milden Tagen (+5 bis +10 °C) angenehm warm ist, aber bei Kälte (-5 bis -15 °C) zu kalt wird: Steilheit erhöhen. Wenn es an allen Tagen gleichmäßig zu warm oder zu kalt ist: Parallelverschiebung ändern. Immer nur einen Parameter gleichzeitig anpassen und mindestens 3 bis 7 Tage warten, bevor Du erneut änderst.
Optimale Heizkurven-Werte: Neubau bis Altbau
Die folgenden Richtwerte helfen Dir, die optimale Einstellung für Dein Gebäude zu finden. Beachte: Es handelt sich um Startwerte, die individuell feinjustiert werden müssen. Jedes Haus ist anders, und die perfekte Heizkurve findest Du durch schrittweises Ausprobieren.
| Gebäudetyp | Heizsystem | Steilheit | Vorlauf bei -15 °C | Vorlauf bei +10 °C | Erwartete JAZ |
|---|---|---|---|---|---|
| Passivhaus | Fußbodenheizung / Lüftung | 0,2 bis 0,3 | 28 bis 35 °C | 20 bis 25 °C | 5,0 bis 6,0 |
| KfW 40 Neubau | Fußbodenheizung | 0,3 bis 0,4 | 35 bis 40 °C | 25 bis 28 °C | 4,5 bis 5,5 |
| KfW 55 Neubau | Fußbodenheizung | 0,35 bis 0,45 | 37 bis 43 °C | 26 bis 30 °C | 4,0 bis 5,0 |
| Sanierter Altbau | FBH + Plattenheizkörper | 0,4 bis 0,5 | 40 bis 48 °C | 28 bis 32 °C | 3,5 bis 4,5 |
| Altbau (gut saniert) | Plattenheizkörper (groß) | 0,5 bis 0,6 | 45 bis 55 °C | 30 bis 35 °C | 3,0 bis 3,8 |
| Altbau (wenig saniert) | Alte Heizkörper (klein) | 0,7 bis 0,9 | 55 bis 65 °C | 35 bis 42 °C | 2,5 bis 3,0 |
Die Tabelle zeigt einen klaren Zusammenhang: Je besser die Dämmung des Gebäudes, desto flacher die Heizkurve, desto niedriger die Vorlauftemperatur und desto höher die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe. Ein Passivhaus mit Steilheit 0,3 erreicht eine JAZ von 5,0 bis 6,0, während ein wenig sanierter Altbau mit Steilheit 0,8 nur auf 2,5 bis 3,0 kommt. Das bedeutet: Das Passivhaus braucht für die gleiche Wärmemenge fast nur halb so viel Strom.
Die optimale Heizkurve ist die flachste Einstellung, bei der Dein Haus an den kältesten Tagen noch angenehm warm wird. Jeder unnötige Grad Vorlauftemperatur kostet Geld. Starte mit einer eher flachen Kurve und erhöhe nur, wenn es tatsächlich zu kalt wird.
Fußbodenheizung vs. Heizkörper: Die richtige Einstellung
Die Art des Wärmeverteilsystems hat entscheidenden Einfluss auf die optimale Heizkurve. Fußbodenheizungen und Heizkörper stellen völlig unterschiedliche Anforderungen an die Vorlauftemperatur, was sich direkt auf die Heizkurven-Einstellung auswirkt.
Fußbodenheizung: Der ideale Partner für die Wärmepumpe
Die Fußbodenheizung ist das perfekte Wärmeverteilsystem für eine Wärmepumpe. Der Grund: Sie hat eine riesige Heizfläche (der gesamte Fußboden) und überträgt Wärme bereits bei niedrigen Vorlauftemperaturen von 28 bis 40 °C sehr effektiv. Genau das braucht die Wärmepumpe für maximale Effizienz.
Empfohlene Heizkurven-Einstellung bei Fußbodenheizung:
- Neubau (KfW 40/55): Steilheit 0,3 bis 0,4, Niveau 0, maximaler Vorlauf 40 bis 45 °C
- Sanierter Altbau: Steilheit 0,4 bis 0,5, Niveau 0 bis +2, maximaler Vorlauf 45 bis 50 °C
- Grenze: Die maximale Vorlauftemperatur bei Fußbodenheizung sollte 50 °C nicht überschreiten. Höhere Temperaturen können den Estrich beschädigen, die Rohre belasten und zu unangenehm heißen Fußböden führen.
Ein besonderer Vorteil der Fußbodenheizung: Sie reagiert träge auf Temperaturänderungen. Der massive Estrich speichert Wärme und gibt sie langsam ab. Das bedeutet, dass kurzfristige Außentemperaturschwankungen (z. B. ein kurzer Kälteeinbruch über Nacht) automatisch abgepuffert werden. Deshalb funktioniert bei Fußbodenheizung eine relativ flache Heizkurve besonders gut. Die Trägheit des Systems gleicht kurzzeitige Temperaturspitzen aus, ohne dass die Vorlauftemperatur ständig nachgeregelt werden muss.
Heizkörper im Altbau: Höhere Anforderungen
Alte Heizkörper (Guss-Radiatoren, kleine Konvektoren) aus der Zeit der Gas- und Ölheizung waren auf Vorlauftemperaturen von 65 bis 90 °C ausgelegt. Mit einer Wärmepumpe sind solche Temperaturen zwar technisch möglich, aber extrem ineffizient. Es gibt verschiedene Lösungsansätze:
- Größere Heizkörper einbauen: Durch den Tausch alter Konvektoren gegen große Plattenheizkörper (Typ 22 oder 33) erhöhst Du die Wärmeübertragungsfläche erheblich. Dann reichen 45 bis 55 °C Vorlauf statt 65 bis 80 °C. Die Kosten für den Heizkörpertausch liegen bei 200 bis 500 Euro pro Heizkörper inklusive Montage.
- Niedertemperatur-Heizkörper mit Gebläse: Spezielle Heizkörper mit integriertem Ventilator (z. B. Jaga, Arbonia) erreichen eine bis zu 200 % höhere Wärmeleistung bei gleicher Bauhöhe. Damit sinkt die benötigte Vorlauftemperatur um 10 bis 20 °C. Preis: 400 bis 1.200 Euro pro Stück.
- Dämmung verbessern: Die effektivste Maßnahme ist oft die nachträgliche Gebäudedämmung. Weniger Wärmeverlust bedeutet weniger Heizleistung und damit niedrigere Vorlauftemperaturen. Eine Außenwanddämmung kann die benötigte Vorlauftemperatur um 10 bis 15 °C senken.
Richtwerte für die Heizkurve bei Heizkörpern:
- Neue Plattenheizkörper (groß, Typ 22/33): Steilheit 0,5 bis 0,6, maximaler Vorlauf 50 bis 55 °C
- Alte Heizkörper (modernisiert): Steilheit 0,6 bis 0,7, maximaler Vorlauf 55 bis 60 °C
- Alte Heizkörper (unverändert): Steilheit 0,7 bis 0,9, maximaler Vorlauf 60 bis 65 °C
Mischsysteme: Fußbodenheizung plus Heizkörper
Viele sanierte Häuser haben eine Kombination: Fußbodenheizung im Erdgeschoss (Wohnbereich, Küche) und Heizkörper im Obergeschoss (Schlafzimmer, Bad). In diesem Fall muss die Heizkurve auf den "schwächsten" Heizkreis abgestimmt werden, also die Heizkörper. Die Fußbodenheizung bekommt die höhere Vorlauftemperatur zwar auch, regelt aber über einen Mischer die Temperatur im Bodenkreis herunter.
Alternativ (und besser) ist eine Anlage mit zwei getrennten Heizkreisen: Heizkreis 1 für die Fußbodenheizung (niedrige Vorlauftemperatur, flache Heizkurve) und Heizkreis 2 für die Heizkörper (höhere Vorlauftemperatur, steilere Heizkurve). Die meisten modernen Wärmepumpen unterstützen zwei oder sogar drei Heizkreise mit jeweils eigener Heizkurve.
Heizkurve einstellen: Schritt für Schritt
Die Heizkurve kannst Du selbst einstellen. Du brauchst dafür kein technisches Fachwissen, nur etwas Geduld und ein Raumthermometer. Die Einstellung erfolgt am Bedienteil Deiner Wärmepumpe oder über die Hersteller-App (z. B. Viessmann ViCare, Vaillant myVAILLANT, Bosch/Buderus HomeCom, Daikin Onecta, Wolf Smartset).
Ausgangswerte dokumentieren
Notiere die aktuelle Einstellung: Steilheit, Parallelverschiebung, maximale Vorlauftemperatur und Heizgrenztemperatur. Außerdem: Aktuelle Außentemperatur, aktuelle Vorlauftemperatur (am Display ablesbar) und Raumtemperatur in verschiedenen Räumen (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad). Diese Dokumentation ist wichtig, falls Du zurück zur Ausgangseinstellung möchtest.
Referenzmessung bei Kälte durchführen
Die beste Zeit für die Optimierung ist eine kalte Periode (unter 0 °C). Miss nach 4 bis 6 Stunden Normalbetrieb (keine Fenster öffnen, keine zusätzlichen Wärmequellen) die Raumtemperatur im Hauptwohnraum. Liegt sie über 21 °C? Dann ist die Kurve zu steil oder das Niveau zu hoch. Unter 19 °C? Dann zu flach oder zu niedrig.
Steilheit in kleinen Schritten anpassen
Ändere die Steilheit um maximal 0,1 pro Anpassung. Ist es zu warm? Steilheit um 0,1 reduzieren. Zu kalt? Um 0,1 erhöhen. Dann mindestens 3 bis 7 Tage warten und beobachten. Die Trägheit des Gebäudes (besonders bei Fußbodenheizung) bedeutet, dass sich Änderungen erst nach 1 bis 2 Tagen voll auswirken.
Parallelverschiebung feinjustieren
Wenn die Steilheit stimmt (an kalten und milden Tagen das richtige Verhältnis), aber insgesamt leicht zu warm oder zu kalt: Ändere die Parallelverschiebung um 1 bis 2 °C. Wieder 3 bis 7 Tage warten. Wiederhole, bis Du zufrieden bist.
Nachtabsenkung einstellen
Die meisten Wärmepumpen bieten eine Nachtabsenkung: Die Heizkurve wird nachts (z. B. 22:00 bis 6:00 Uhr) um einige Grad nach unten verschoben. Empfehlung: Bei gut gedämmten Neubauten 2 bis 3 °C Absenkung. Bei Altbauten maximal 1 bis 2 °C, sonst braucht das Haus morgens zu lange zum Aufheizen.
Ergebnisse überprüfen und dokumentieren
Kontrolliere nach 2 bis 4 Wochen die Stromverbrauchswerte Deiner Wärmepumpe. Vergleiche sie mit dem Vormonat oder Vorjahr (witterungsbereinigt). Die meisten Apps zeigen den COP und den Stromverbrauch. Notiere die finale Einstellung und bewahre sie auf.
COP und Jahresarbeitszahl: Warum die Vorlauftemperatur entscheidet
Um zu verstehen, warum die Heizkurve so entscheidend ist, lohnt ein Blick auf die Physik der Wärmepumpe. Der COP (Coefficient of Performance) gibt an, wie viel Wärme die Wärmepumpe aus einer Einheit Strom erzeugt. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist der über ein ganzes Jahr gemittelte COP.
Der COP hängt von der Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle (Außenluft, Erdreich, Grundwasser) und Vorlauftemperatur ab. Je geringer diese Differenz, desto höher der COP. Konkret:
Die Grafik macht deutlich: Bei 30 °C Vorlauftemperatur erreicht die Wärmepumpe einen COP von 5,2. Das bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 5,2 kWh Wärme. Bei 60 °C Vorlauf sinkt der COP auf 2,4, also weniger als die Hälfte. In Stromkosten ausgedrückt: Bei 15.000 kWh Jahreswärmebedarf kosten Dich die 30 °C Vorlauf rund 865 Euro Strom pro Jahr (bei 30 ct/kWh). Bei 60 °C Vorlauf wären es 1.875 Euro. Das sind über 1.000 Euro Unterschied pro Jahr, nur durch die Vorlauftemperatur.
Natürlich ist 30 °C Vorlauf nicht für jedes Gebäude realistisch. Aber die Zahlen zeigen: Jedes Grad zählt. Eine Heizkurve, die 5 °C zu hoch eingestellt ist, kostet bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus 150 bis 300 Euro pro Jahr zusätzlich. Über die Lebensdauer der Wärmepumpe von 20 bis 25 Jahren summiert sich das auf 3.000 bis 7.500 Euro.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist der über die gesamte Heizperiode gemittelte Wert. Sie berücksichtigt, dass die Außentemperatur und damit auch die Vorlauftemperatur über das Jahr variieren. Für die Förderung der Wärmepumpe über das BAFA/KfW ist eine Mindest-JAZ von 2,7 (Luft-Wasser) bzw. 3,0 (Sole-Wasser) erforderlich. Mit einer optimierten Heizkurve erreichst Du diese Werte problemlos, während eine zu steile Kurve die JAZ unter die Fördergrenze drücken kann.
Energieeinsparung durch optimierte Heizkurve
Die Optimierung der Heizkurve ist die günstigste und schnellste Maßnahme, um die Effizienz einer bestehenden Wärmepumpe zu steigern. Sie kostet nichts (außer 30 Minuten Deiner Zeit) und bringt sofort Ergebnisse.
Rechenbeispiel: Was bringt die Optimierung?
Ausgangssituation: Einfamilienhaus, sanierter Altbau, Fußbodenheizung, Luft-Wasser-Wärmepumpe, Jahreswärmebedarf 12.000 kWh. Die Heizkurve ist ab Werk mit Steilheit 0,6 eingestellt (zu steil für das gut gedämmte Haus). Der jahresdurchschnittliche Vorlauf liegt bei 42 °C, die JAZ bei 3,2.
Vor der Optimierung:
- Stromverbrauch: 12.000 kWh / 3,2 = 3.750 kWh
- Stromkosten: 3.750 kWh x 0,30 Euro/kWh = 1.125 Euro/Jahr
Nach der Optimierung (Steilheit auf 0,4 reduziert):
- Jahresdurchschnittlicher Vorlauf sinkt auf 36 °C
- JAZ steigt auf 4,0
- Stromverbrauch: 12.000 kWh / 4,0 = 3.000 kWh
- Stromkosten: 3.000 kWh x 0,30 Euro/kWh = 900 Euro/Jahr
- Ersparnis: 225 Euro/Jahr (20 %)
Dieses Beispiel ist konservativ gerechnet. In der Praxis berichten viele Hausbesitzer von Einsparungen zwischen 15 und 25 %, nachdem sie die Heizkurve systematisch optimiert haben. Besonders groß ist das Potenzial bei Wärmepumpen, die schon länger laufen und nie nachreguliert wurden.
Weitere Optimierungsmaßnahmen
Neben der Heizkurve gibt es weitere Einstellungen, die die Effizienz beeinflussen:
- Heizgrenztemperatur: Ab welcher Außentemperatur schaltet die Heizung ab? Typisch: 15 bis 18 °C. Je niedriger, desto mehr wird an milden Tagen geheizt (oft unnötig). Empfehlung: 15 bis 16 °C für gut gedämmte Häuser.
- Nachtabsenkung: Bei gut gedämmten Häusern 2 bis 3 °C, bei Altbauten vorsichtig (maximal 1 bis 2 °C). Zu starke Absenkung führt zu hohem Aufheizenergiebedarf am Morgen.
- Warmwasser-Programm: Warmwasser getrennt vom Heizbetrieb in der Mittagszeit (maximale Außentemperatur, bester COP) erwärmen.
- Wärmepumpen-Stromtarif: Ein spezieller Stromtarif kann zusätzlich 3 bis 5 ct/kWh sparen. Bei 3.000 kWh Verbrauch sind das 90 bis 150 Euro/Jahr.
Wir hatten unsere Viessmann Vitocal 250 seit zwei Jahren mit Steilheit 0,7 laufen. Nach dem Lesen eines Ratgebers habe ich die Steilheit auf 0,4 reduziert und das Niveau um 2 Grad gesenkt. Ergebnis: Unser Stromverbrauch für die Heizung ist um 22 % gesunken, und es ist genauso warm wie vorher. Das sind etwa 280 Euro pro Jahr, die wir gespart haben. Ich ärgere mich, dass ich das nicht früher gemacht habe!
Heizkurve bei verschiedenen Wärmepumpen-Herstellern
Die Heizkurven-Einstellung sieht bei jedem Hersteller etwas anders aus. Die Grundprinzipien (Steilheit und Niveau) sind gleich, aber die Bezeichnungen, Menüführung und Wertebereiche unterscheiden sich. Hier eine Übersicht der wichtigsten Hersteller:
Viessmann Vitocal
Bei Viessmann heißt die Steilheit "Neigung" und die Parallelverschiebung "Niveau". Einstellung über das Bedienteil (Vitotronic) oder die ViCare-App. Neigung: 0,2 bis 3,5. Niveau: -15 bis +40 °C. Besonderheit: Viessmann bietet einen automatischen Heizkurven-Assistenten, der über die App nach Deinem Komfortempfinden fragt und die Kurve schrittweise anpasst.
Vaillant aroTHERM
Bei Vaillant wird die Heizkurve über den Regler sensoCOMFORT oder die myVAILLANT-App eingestellt. Parameter: "Heizkurve" (Steilheit, 0,1 bis 4,0) und "Raumsolltemperatur" (wirkt wie Parallelverschiebung). Vaillant bietet zusätzlich eine witterungsgeführte Regelung mit Raumtemperatursensor, die die Heizkurve automatisch nachregelt.
Stiebel Eltron WPL
Bei Stiebel Eltron findet sich die Einstellung im Menü "Heizung" unter "Heizkurve". Parameter: "Steilheit" (0,0 bis 3,0) und "Fußpunkt" (entspricht der Parallelverschiebung). Die Internet Service Gateway (ISG)-App ermöglicht die Ferneinstellung über das Smartphone.
Bosch/Buderus Logatherm
Bei Bosch/Buderus wird die Heizkurve über den Regler oder die HomeCom-App eingestellt. Parameter: "Maximale Vorlauftemperatur" und "Minimale Vorlauftemperatur" (statt klassischer Steilheit). Daraus ergibt sich die Kurve automatisch. Zusätzlich: "Raumsolltemperatur" als Niveau-Einstellung.
Wolf CHA
Bei Wolf erfolgt die Einstellung über den Bedienmodul BM-2 oder die Smartset-App. Parameter: "Neigung" (0,2 bis 3,0) und "Sockeltemperatur" (20 bis 50 °C). Die Sockeltemperatur bei Wolf entspricht der Vorlauftemperatur bei +20 °C Außentemperatur und wirkt wie eine Parallelverschiebung.
Jeder Hersteller verwendet leicht andere Begriffe und Menüstrukturen. Lade Dir die Bedienungsanleitung Deiner Wärmepumpe herunter (meistens als PDF auf der Herstellerwebsite verfügbar) und suche nach "Heizkurve". Dort findest Du die genauen Schritte für Dein Modell. Die Hersteller-Apps bieten oft eine grafische Darstellung der Heizkurve, was die Anpassung intuitiver macht.
Hydraulischer Abgleich als Voraussetzung
Bevor Du die Heizkurve optimierst, sollte ein hydraulischer Abgleich durchgeführt sein. Ohne Abgleich ist eine saubere Heizkurven-Optimierung praktisch unmöglich, weil das Verhalten der Heizung in einzelnen Räumen nicht vorhersagbar ist.
Was ist der hydraulische Abgleich?
Der hydraulische Abgleich stellt sicher, dass jeder Heizkörper (oder jeder Fußbodenheizungskreis) genau die richtige Menge Heizungswasser bekommt. Ohne Abgleich fließt das warme Wasser den Weg des geringsten Widerstands: Näher an der Wärmepumpe gelegene Heizkörper werden überheizt, weiter entfernte bleiben zu kalt. Die Folge: Du musst die Heizkurve höher einstellen, damit auch der letzte Raum warm wird, und der erste Raum überhitzt dabei unnötig.
Der hydraulische Abgleich löst dieses Problem durch voreingestellte Thermostatventile und ggf. Strangregulierventile, die den Wasserdurchfluss in jedem Kreis begrenzen. Nach dem Abgleich bekommt jeder Raum genau die Wassermenge, die er braucht. Dadurch kann die Heizkurve flacher eingestellt werden, weil kein Raum mehr benachteiligt ist.
Kosten und Pflicht
Der hydraulische Abgleich kostet für ein Einfamilienhaus typischerweise 500 bis 1.200 Euro. Seit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist der hydraulische Abgleich beim Einbau einer neuen Heizung Pflicht. Laut Umweltbundesamt verbessert der Abgleich die Gesamteffizienz der Anlage um 5 bis 15 %. Das BAFA/KfW fördert den Abgleich im Rahmen der Heizungsförderung mit bis zu 70 %. Die BAFA-Förderung deckt den hydraulischen Abgleich als Teil der Heizungsförderung ab.
Optimiere die Heizkurve erst nach dem hydraulischen Abgleich. Ohne Abgleich verschiebst Du nur Symptome: Ein Raum wird warm, dafür ein anderer kalt. Der Abgleich kostet 500 bis 1.200 Euro, wird gefördert und amortisiert sich über die Energieeinsparung in 2 bis 3 Jahren.
Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest
Bei der Heizkurven-Einstellung gibt es typische Fehler, die sowohl Komfort als auch Effizienz kosten. Hier die zehn häufigsten Fehler und ihre Lösungen:
Fehler 1: Heizkurve ab Werk zu steil
Das ist der häufigste Fehler überhaupt. Installateure stellen die Heizkurve sicherheitshalber zu steil ein, damit der Kunde nicht friert. Lösung: Nach der ersten Heizperiode die Steilheit schrittweise um je 0,1 reduzieren, bis das Haus gerade noch warm genug ist.
Fehler 2: Raumthermostate voll aufgedreht
Bei Wärmepumpen mit außentemperaturgeführter Regelung (also mit Heizkurve) sollten die Raumthermostate auf Maximum stehen oder ganz offen sein. Die Regelung übernimmt die Heizkurve, nicht der Raumthermostat. Wenn Du den Thermostat auf 3 oder 4 stellst, begrenzt er die Wärmezufuhr und die Heizkurve kann nicht richtig arbeiten. Ausnahme: Räume, die bewusst kühler gehalten werden sollen (z. B. Schlafzimmer).
Fehler 3: Zu häufige Anpassungen
Wärmepumpensysteme sind träge, besonders mit Fußbodenheizung. Eine Änderung der Heizkurve wirkt sich erst nach 1 bis 2 Tagen vollständig aus. Wer jeden Tag an der Heizkurve dreht, kommt nie zum Optimum. Lösung: Mindestens 3, besser 7 Tage zwischen Anpassungen warten.
Fehler 4: Kein hydraulischer Abgleich
Ohne hydraulischen Abgleich kann die Heizkurve nicht sauber optimiert werden. Einzelne Räume sind dann immer zu warm oder zu kalt. Lösung: Hydraulischen Abgleich vom Fachbetrieb durchführen lassen (500 bis 1.200 Euro, förderfähig).
Fehler 5: Heizgrenze zu hoch eingestellt
Die Heizgrenztemperatur bestimmt, ab welcher Außentemperatur die Heizung abschaltet. Ein zu hoher Wert (z. B. 20 °C) führt dazu, dass die Wärmepumpe auch an milden Frühlings- und Herbsttagen heizt, obwohl es im Haus warm genug ist. Lösung: Heizgrenze auf 15 bis 16 °C setzen (gut gedämmte Häuser sogar 14 °C).
Fehler 6: Nachtabsenkung zu stark
Eine Nachtabsenkung von 5 °C oder mehr kann kontraproduktiv sein: Das Haus kühlt nachts stark aus und die Wärmepumpe muss morgens mit hoher Leistung (und ggf. Heizstab) aufheizen. Der Gesamtenergieverbrauch steigt statt zu sinken. Lösung: Maximal 2 bis 3 °C Absenkung bei Neubauten, 1 bis 2 °C bei Altbauten.
Fehler 7: Einzelraumregelung ignoriert
Moderne Wärmepumpen bieten oft eine Einzelraumregelung mit Funksensoren in jedem Raum. Diese sollte genutzt werden, um die Heizkurve durch Rückmeldung aus den Räumen zu optimieren. Lösung: Raumtemperatursensoren installieren und in die Regelung einbinden.
Fehler 8: Sommerbetrieb nicht umgestellt
Im Sommer sollte die Wärmepumpe auf reinen Warmwasserbetrieb umgestellt werden. Viele Anlagen heizen sonst an kühlen Sommernächten unnötig die Räume. Lösung: Sommerbetrieb-Modus aktivieren oder Heizung manuell abschalten.
Vorteile einer optimierten Heizkurve
- 10 bis 20 % niedrigere Heizkosten sofort
- Höhere JAZ und bessere Förderfähigkeit
- Gleichmäßigerer Wohnkomfort in allen Räumen
- Weniger Taktung der Wärmepumpe (längere Lebensdauer)
- Kostenlose Maßnahme, keine Investition nötig
- Weniger Heizstab-Einsätze (Stromfresser)
- Bessere Kombination mit PV-Anlage
- Geringere CO2-Emissionen
Risiken bei falscher Einstellung
- Zu flache Kurve: Kalte Räume an Frosttagen
- Zu steile Kurve: Bis zu 20 % Mehrverbrauch
- Ohne hydraulischen Abgleich: Ungleiche Raumtemperaturen
- Zu starke Nachtabsenkung: Morgens kalte Räume
- Warmwasser-Unterversorgung bei zu niedrigem Vorlauf
- Komforteinbußen bei unsachgemäßer Optimierung
Heizkurve und Warmwasserbereitung
Ein wichtiger Aspekt, der bei der Heizkurven-Optimierung oft vergessen wird: Viele Wärmepumpen bereiten nicht nur Heizwärme, sondern auch Trinkwarmwasser auf. Die Warmwasserbereitung stellt besondere Anforderungen an die Vorlauftemperatur und muss bei der Heizkurven-Einstellung berücksichtigt werden.
Legionellenschutz
Aus hygienischen Gründen muss der Warmwasserspeicher regelmäßig auf mindestens 60 °C aufgeheizt werden (DVGW-Arbeitsblatt W 551). Diese Temperatur tötet Legionellen ab, die sich bei 25 bis 50 °C im Warmwasser vermehren können. Für die Wärmepumpe bedeutet das: Sie muss mindestens einmal pro Woche (besser täglich) auf 60 °C hochfahren, was den COP temporär stark verschlechtert.
Moderne Wärmepumpen lösen das intelligent: Die Warmwasserbereitung läuft in einem separaten Programm, das zu einer festgelegten Zeit (typischerweise mittags, wenn die Außentemperatur maximal ist und der COP am besten) den Speicher auf 55 bis 60 °C aufheizt. Einmal pro Woche wird automatisch eine Legionellenschaltung auf 65 °C gefahren. Die Heizkurve für den Heizkreis ist davon unabhängig und kann separat optimiert werden.
Warmwasser und Heizung trennen
Achte darauf, dass die Warmwasserbereitung und die Raumheizung zeitlich getrennt laufen. Wenn beides gleichzeitig angefordert wird, steigt die Vorlauftemperatur für den Heizkreis unnötig an. Die meisten modernen Wärmepumpen priorisieren automatisch die Warmwasserbereitung (Vorrang Warmwasser) und unterbrechen dafür kurzzeitig den Heizbetrieb. Das ist energetisch sinnvoll und sollte nicht deaktiviert werden.
Optimale Warmwassertemperatur
Für den Alltag reicht eine Warmwassertemperatur von 45 bis 50 °C völlig aus. Der Warmwasserspeicher sollte auf 50 °C eingestellt werden, mit wöchentlicher Legionellenschaltung auf 60 bis 65 °C. Manche Hausbesitzer stellen den Speicher auf 60 °C, was den COP der Wärmepumpe bei jeder Warmwasserbereitung unnötig verschlechtert. Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach lässt sich die Warmwasserbereitung in die Mittagszeit legen, wenn Solarstrom reichlich verfügbar ist. Mehr zur Kombination von Solaranlage und Wärmepumpe im Ratgeber.
Zusammenfassung: Die perfekte Heizkurven-Einstellung
Die Heizkurve ist der wichtigste und gleichzeitig am häufigsten vernachlässigte Effizienz-Faktor Deiner Wärmepumpe. Mit den richtigen Einstellungen sparst Du 10 bis 20 % Heizkosten, ohne Komforteinbußen. Die Optimierung kostet nichts und dauert wenige Minuten (plus etwas Geduld für die Beobachtungsphase).
Die wichtigsten Grundregeln auf einen Blick:
- Hydraulischen Abgleich durchführen lassen (Voraussetzung)
- Steilheit so flach wie möglich einstellen (Startwerte: 0,3 bis 0,4 für Neubau, 0,5 bis 0,6 für Altbau)
- Parallelverschiebung feinjustieren (alle Räume gleichmäßig zu warm/kalt)
- Kleine Schritte: Je 0,1 Steilheit oder 2 °C Niveau, mindestens 3 bis 7 Tage warten
- Warmwasser: 50 °C Speicher, wöchentlich 60 °C Legionellenschaltung
- Raumthermostate auf Maximum, Regelung übernimmt die Heizkurve
- Monitoring: Stromverbrauch und COP regelmäßig kontrollieren
Wer sich bei der Optimierung unsicher ist, kann einen Fachbetrieb beauftragen. Viele Wärmepumpen-Installateure bieten einen "Optimierungsservice" an, bei dem ein Techniker die Heizkurve, den hydraulischen Abgleich und die Warmwasser-Einstellung gemeinsam optimiert. Die Kosten liegen bei 200 bis 500 Euro und amortisieren sich durch die Energieeinsparung in der Regel innerhalb eines Jahres. Über Leospardo findest Du geprüfte Fachbetriebe in Deiner Region. Weitere Informationen zur Wärmepumpe Wartung und zum Wärmepumpe Stromverbrauch findest Du in unseren Ratgebern. Interessant ist auch der Vergleich Wärmepumpe oder Gasheizung, Fernwärme vs. Wärmepumpe und die Übersicht zur Funktionsweise der Wärmepumpe. Wenn Du Deine bestehende Heizung umrüsten möchtest, hilft unser Ratgeber Gasheizung umrüsten auf Wärmepumpe. Und wer die Wärmepumpe Kosten 2026 kennen möchte, findet in unserem Hauptratgeber alle Preise und Förderdetails.
Wärmepumpe richtig einstellen lassen
Bis zu 3 geprüfte Fachbetriebe aus Deiner Region vergleichen. Kostenlos und unverbindlich.
Jetzt Angebote vergleichen →

