Modernes Einfamilienhaus mit Solaranlage auf dem Dach und Batteriespeicher an der Hauswand
PV-Anlage mit Batteriespeicher: Die Kombination steigert den Eigenverbrauch auf 60 bis 75 Prozent

PV-Anlage mit Speicher: Das Wichtigste in 60 Sekunden

Eine PV-Anlage mit Batteriespeicher ist 2026 die wirtschaftlichste Variante, um den eigenen Solarstrom optimal zu nutzen. Der Grund ist einfach: Ohne Speicher verbrauchst Du nur etwa 25 bis 35 Prozent Deines Solarstroms selbst, weil die Produktion mittags am höchsten ist, Du aber abends und nachts den meisten Strom brauchst. Ein Batteriespeicher löst genau dieses Problem. Er speichert den überschüssigen Solarstrom vom Tag und stellt ihn Dir abends und nachts zur Verfügung. Dadurch steigt Dein Eigenverbrauch auf 60 bis 75 Prozent, und Du sparst deutlich mehr Stromkosten.

Der Markt für Heimspeicher hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Die Preise für Batteriespeicher sind seit 2022 um rund 40 Prozent gesunken, während die Qualität und Lebensdauer gestiegen sind. Moderne LFP-Speicher (Lithium-Eisenphosphat) halten 15 bis 20 Jahre, schaffen 6.000 bis 10.000 Ladezyklen und sind brandsicherer als ihre Vorgänger. Diese Entwicklung macht den Batteriespeicher 2026 zur klaren Empfehlung für jeden, der eine neue PV-Anlage plant.

🔑 Kernaussage

Eine 10-kWp-PV-Anlage mit 10-kWh-Speicher kostet 2026 zwischen 17.000 und 25.000 Euro. Der Speicher steigert den Eigenverbrauch von rund 30 auf 65 Prozent und spart jährlich 500 bis 900 Euro zusätzlich. Die Amortisation liegt bei 8 bis 10 Jahren, danach folgen 15+ Jahre reiner Gewinn.

Deutschland erlebt gerade einen Speicher-Boom: Laut dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) wurden 2025 über 600.000 neue Heimspeicher installiert. Mehr als 70 Prozent aller neuen PV-Anlagen werden inzwischen direkt mit Speicher bestellt. Dieser Trend ist berechtigt, denn die Kombination aus PV-Anlage und Speicher bietet die höchste Rendite und die größte Unabhängigkeit vom Stromnetz.

17.000-25.000€
10 kWp + 10 kWh Speicher
60-75%
Eigenverbrauch mit Speicher
8-10 J.
Amortisationszeit

In diesem Ratgeber erfährst Du alles, was Du für die richtige Entscheidung brauchst: von den genauen Kosten über die optimale Speichergröße bis zur Förderung und dem Vergleich der besten Speicherhersteller. Wir rechnen konkret vor, wann sich Deine Investition amortisiert und wie Du die maximale Rendite erzielst. Dabei berücksichtigen wir die aktuellen Marktpreise für das erste Quartal 2026 und alle verfügbaren Förderprogramme.

Falls Du bereits eine Solaranlage besitzt und einen Speicher nachrüsten möchtest, findest Du weiter unten ein eigenes Kapitel zur Nachrüstung. Und falls Du noch ganz am Anfang stehst, empfehlen wir Dir unseren Basis-Ratgeber zu Solaranlage Kosten 2026 als Einstieg.

Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher 2026?

Die Kosten für eine PV-Anlage mit Batteriespeicher setzen sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen: der PV-Anlage selbst und dem Batteriespeicher. Beide Positionen haben sich 2026 preislich deutlich nach unten bewegt, was die Kombination wirtschaftlicher denn je macht.

Für die PV-Anlage allein gelten 2026 folgende Richtwerte: Eine fertig installierte Anlage kostet zwischen 1.000 und 1.400 Euro pro kWp. Das beinhaltet Module, Wechselrichter, Montagesystem, Kabel, Installation und Anmeldung. Dank der 0-Prozent-Umsatzsteuer seit 2023 sind diese Preise netto gleich brutto. Die Speicherkosten kommen oben drauf und betragen aktuell 400 bis 800 Euro pro kWh Speicherkapazität, je nach Hersteller und Technologie.

Moderner Batteriespeicher und Wechselrichter im Hauswirtschaftsraum installiert
Ein moderner LFP-Batteriespeicher neben dem Wechselrichter - saubere und professionelle Installation

Gesamtkosten nach Anlagengröße

Die folgende Tabelle zeigt die typischen Gesamtkosten für PV-Anlagen mit passendem Batteriespeicher. Die Preise verstehen sich inklusive aller Komponenten, Installation und 0 Prozent Umsatzsteuer.

PV-AnlageSpeicherPV-KostenSpeicher-KostenGesamtkostenIdeal für
5 kWp5 kWh5.500-8.000 €3.000-5.000 €8.500-13.000 €1-2 Personen
7 kWp7 kWh8.000-10.500 €4.000-6.500 €12.000-17.000 €2-3 Personen
10 kWp10 kWh11.000-16.000 €5.500-9.000 €16.500-25.000 €Familie 4 Pers.
12 kWp12 kWh13.000-18.000 €6.500-10.500 €19.500-28.500 €Familie + E-Auto
15 kWp15 kWh16.000-22.000 €8.000-13.000 €24.000-35.000 €Großverbraucher

Der Skaleneffekt zeigt sich deutlich: Bei größeren Anlagen sinken die Kosten pro kWp und kWh. Das liegt daran, dass die Fixkosten (Planung, Gerüst, Anfahrt, Netzanmeldung, Elektriker-Grundgebühr) auf eine größere Anlage verteilt werden. Wer also die Dachfläche hat, sollte großzügiger planen, besonders wenn in absehbarer Zukunft ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe geplant ist.

🔑 Preistipp

Ein Batteriespeicher kostet 2026 zwischen 400 und 800 Euro pro kWh. Die günstigsten Angebote bekommst Du, wenn PV-Anlage und Speicher gleichzeitig installiert werden. Eine Nachrüstung ist möglich, kostet aber 500 bis 1.500 Euro extra für Umbauten am Wechselrichter.

Warum sind die Preise 2026 so niedrig?

Drei Faktoren treiben die Preise nach unten: Erstens die massiven Überkapazitäten bei chinesischen Batterieherstellern (CATL, BYD, EVE Energy), die seit 2024 zu einem regelrechten Preiskampf führen. Zweitens die technologische Reifung der LFP-Technologie, die weniger teure Rohstoffe benötigt als die ältere NMC-Technologie. Drittens der harte Wettbewerb unter den deutschen Speicheranbietern (Sonnen, SENEC, E3/DC), die mit chinesischen Herstellern konkurrieren müssen.

Für Dich als Käufer ist das eine ausgezeichnete Situation: Die Qualität ist so hoch wie nie, während die Preise auf dem niedrigsten Stand seit Einführung der Heimspeicher-Technologie liegen. Experten gehen davon aus, dass die Preise 2026 und 2027 auf dem aktuellen Niveau stagnieren oder noch leicht sinken werden. Ein großer Preissprung nach oben ist kurzfristig nicht zu erwarten, sodass Du nicht unter Zeitdruck stehst. Allerdings kann sich eine frühe Bestellung lohnen, da beliebte Installateure Wartezeiten von 2 bis 4 Monaten haben.

Optimale Speichergröße berechnen

Die richtige Speichergröße ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit Deiner Anlage. Ein zu kleiner Speicher verschenkt Potenzial, ein zu großer Speicher kostet unnötig Geld und amortisiert sich langsamer. Die gute Nachricht: Die optimale Größe lässt sich relativ einfach berechnen.

Faustregeln für die Speicherdimensionierung

Die wichtigste Faustregel lautet: 1 kWh Speicherkapazität pro 1 kWp Anlagenleistung. Für eine 10-kWp-Anlage empfehlen sich also 8 bis 12 kWh Speicherkapazität. Diese Regel funktioniert für die meisten Haushalte gut, weil sie den typischen Tagesverlauf von Erzeugung und Verbrauch widerspiegelt.

Eine zweite Faustregel orientiert sich am Jahresverbrauch: 1 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Ein Haushalt mit 5.000 kWh Jahresverbrauch benötigt demnach einen 5-kWh-Speicher, ein Haushalt mit 8.000 kWh einen 8-kWh-Speicher. Diese Regel ergibt niedrigere Werte als die erste und ist konservativer.

In der Praxis empfehlen wir Dir, beide Regeln zu kombinieren und den Mittelwert zu nehmen. Für einen typischen 4-Personen-Haushalt mit 5.000 kWh Jahresverbrauch und einer 10-kWp-Anlage ergibt das:

  • Regel 1 (nach Anlagenleistung): 10 kWh
  • Regel 2 (nach Verbrauch): 5 kWh
  • Empfohlener Bereich: 7 bis 10 kWh
  • Optimum für maximale Wirtschaftlichkeit: 8 kWh
  • Optimum für maximale Autarkie: 10 kWh
💡 Größer planen bei E-Auto oder Wärmepumpe

Wenn Du ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe betreibst oder planst, solltest Du den Speicher großzügiger dimensionieren. Ein E-Auto erhöhlt den Jahresverbrauch um 2.500 bis 4.000 kWh, eine Wärmepumpe um 3.000 bis 5.000 kWh. Rechne in diesem Fall mit 12 bis 15 kWh Speicherkapazität.

Detaillierte Berechnungsbeispiele

Schauen wir uns drei typische Szenarien im Detail an, um die optimale Speichergröße zu bestimmen:

Szenario 1: Single-Haushalt, 2.500 kWh/Jahr, 5 kWp PV

Ein Single verbraucht durchschnittlich 2.500 kWh pro Jahr, davon fallen etwa 60 Prozent auf die Abend- und Nachtstunden. Der Tagesüberschuss einer 5-kWp-Anlage beträgt im Sommer durchschnittlich 15 bis 20 kWh, im Winter nur 2 bis 5 kWh. Ein 5-kWh-Speicher deckt den gesamten Abend- und Nachtverbrauch an den meisten Tagen ab. Eine größerer Speicher würde an vielen Tagen nicht vollständig geladen, weil der Überschuss im Winter zu gering ist. Empfehlung: 5 kWh Speicher.

Szenario 2: Familie mit 4 Personen, 5.500 kWh/Jahr, 10 kWp PV

Eine vierköpfige Familie hat einen deutlich höheren Abendverbrauch: Kochen, Waschen, Fernsehen, Beleuchtung, Computer, Warmwasser. Der Tagesüberschuss einer 10-kWp-Anlage liegt im Sommer bei 30 bis 40 kWh, im Winter bei 5 bis 12 kWh. Ein 10-kWh-Speicher ist ideal: Er wird im Sommer zuverlässig voll geladen und deckt den Abendverbrauch. Im Winter reicht er für die meisten Abende. Empfehlung: 10 kWh Speicher. Mehr zu den allgemeinen Kosten findest Du in unserem Ratgeber zu Solaranlage Kosten 2026.

Szenario 3: Familie mit E-Auto, 8.000 kWh/Jahr, 12 kWp PV

Wenn ein E-Auto täglich 10 bis 15 kWh laden soll (für durchschnittlich 40 bis 60 km Fahrleistung), steigt der Speicherbedarf erheblich. Ein 12 bis 15 kWh Speicher ermöglicht es, das E-Auto überwiegend mit eigenem Solarstrom zu laden, auch wenn es erst abends an die Wallbox angeschlossen wird. Empfehlung: 12 bis 15 kWh Speicher.

Elektroauto wird in der Garage geladen, daneben Batteriespeicher an der Wand
Solarstrom tanken: Mit einem größeren Speicher lädt Dein E-Auto überwiegend mit eigenem Strom

Eigenverbrauch mit und ohne Speicher

Der Eigenverbrauch ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit Deiner PV-Anlage. Je mehr Solarstrom Du selbst verbrauchst, desto weniger teuren Netzstrom musst Du kaufen. Und genau hier macht der Batteriespeicher den entscheidenden Unterschied.

Was bedeutet Eigenverbrauch genau?

Der Eigenverbrauchsanteil gibt an, wie viel Prozent Deines erzeugten Solarstroms Du selbst nutzt, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Bei einem Haushaltsstrompreis von 30 ct/kWh und einer Einspeisevergütung von nur 8,03 ct/kWh ist jede selbst genutzte Kilowattstunde fast 22 ct/kWh mehr wert als eingespeister Strom. Dieser Unterschied ist der wirtschaftliche Hebel des Speichers.

Eigenverbrauch: Ohne Speicher vs. Mit Speicher
Ohne Speicher
~30%
5 kWh Speicher
~50%
10 kWh Speicher
~65%
15 kWh Speicher
~73%
20 kWh Speicher
~78%

Die Grafik zeigt den abnehmenden Grenznutzen größerer Speicher: Der Sprung von "ohne Speicher" auf 10 kWh bringt einen Eigenverbrauchszuwachs von 35 Prozentpunkten (von 30 auf 65 Prozent). Der Sprung von 10 auf 20 kWh bringt nur noch 13 Prozentpunkte (von 65 auf 78 Prozent). Das bedeutet: Die ersten 10 kWh Speicherkapazität sind wirtschaftlich am wertvollsten. Darüber hinaus sinkt die Rendite pro zusätzlicher kWh deutlich.

Für eine typische 10-kWp-Anlage mit 10.000 kWh Jahresertrag sieht der Unterschied in konkreten Zahlen so aus:

  • Ohne Speicher: 3.000 kWh Eigenverbrauch = 900 Euro Ersparnis + 7.000 kWh Einspeisung x 8,03 ct = 562 Euro = 1.462 Euro/Jahr
  • Mit 10-kWh-Speicher: 6.500 kWh Eigenverbrauch = 1.950 Euro Ersparnis + 3.500 kWh Einspeisung x 8,03 ct = 281 Euro = 2.231 Euro/Jahr
  • Mehrertrag durch Speicher: 769 Euro pro Jahr

Diese 769 Euro Mehrertrag stehen den zusätzlichen Speicherkosten von 5.500 bis 9.000 Euro gegenüber. Das ergibt eine Amortisationszeit des Speichers allein von 7 bis 12 Jahren, je nach Kaufpreis. Bei steigenden Strompreisen (historisch 2 bis 4 Prozent pro Jahr) verbessert sich diese Rechnung jedes Jahr.

🔑 Eigenverbrauch ist der Schlüssel

Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart Dir fast 22 ct gegenüber der Einspeisung (30 ct Strompreis minus 8,03 ct Vergütung). Ein 10-kWh-Speicher steigert den Eigenverbrauch einer 10-kWp-Anlage von 30 auf 65 Prozent und bringt rund 769 Euro mehr Ersparnis pro Jahr.

Autarkiegrad: Wie unabhängig wirst Du wirklich?

Der Autarkiegrad zeigt, wie viel Prozent Deines gesamten Strombedarfs Du mit der eigenen PV-Anlage deckst. Er ist nicht identisch mit dem Eigenverbrauch. Während der Eigenverbrauch den Anteil des genutzten Solarstroms misst, misst der Autarkiegrad den Anteil am Gesamtverbrauch, der solar gedeckt wird.

Bei einer 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher und 5.500 kWh Jahresverbrauch erreichst Du einen Autarkiegrad von rund 70 bis 80 Prozent im Jahresschnitt. Im Sommer liegt er bei über 95 Prozent, im Winter bei nur 30 bis 40 Prozent. Eine vollständige Autarkie (100 Prozent) ist mit PV allein nicht wirtschaftlich erreichbar, weil die dafür nötige Speichergröße (40+ kWh) viel zu teuer wäre. Die Netzverbindung bleibt auch mit Speicher unentbehrlich für die Wintermonate.

Wenn Du an einer Erhöhung Deines Autarkiegrades interessiert bist, lohnt sich die Kombination mit einer Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe kann überschüssigen Solarstrom in Wärme umwandeln und im Warmwasserspeicher oder Pufferspeicher zwischenspeichern. Das ist im Sommer besonders effektiv und erhöht den Autarkiegrad um weitere 5 bis 10 Prozentpunkte. Mehr dazu findest Du in unserem Ratgeber zu Wärmepumpe Kosten.

Speichertechnologien im Vergleich: LFP vs. NMC

Bei Batteriespeichern für Privathaushalte gibt es 2026 zwei relevante Technologien: LFP (Lithium-Eisenphosphat) und NMC (Nickel-Mangan-Cobalt). Beide basieren auf Lithium-Ionen-Chemie, unterscheiden sich aber in wichtigen Eigenschaften.

Elektrotechniker installiert einen Batteriespeicher in einem deutschen Einfamilienhaus
Professionelle Installation eines Batteriespeichers durch einen zertifizierten Elektrotechniker

LFP: Der neue Standard

LFP-Speicher haben sich 2026 als klarer Marktführer etabliert. Über 80 Prozent aller neuen Heimspeicher nutzen diese Technologie. Die Gründe liegen auf der Hand:

  • Lebensdauer: 6.000 bis 10.000 Ladezyklen (vs. 3.000 bis 5.000 bei NMC)
  • Sicherheit: LFP ist thermisch stabiler und brandsicherer. Kein Thermal Runaway bei normalen Bedingungen.
  • Preis: LFP nutzt kein teures Kobalt und Nickel, was den Preis drückt.
  • Umwelt: Kein Kobalt bedeutet weniger problematischer Bergbau.
  • Temperaturverhalten: Bessere Leistung bei niedrigen Temperaturen als ältere LFP-Generationen.

NMC: Kompakter, aber weniger robust

NMC-Speicher haben eine höhere Energiedichte, das heißt, sie sind bei gleicher Kapazität kleiner und leichter. Das kann bei beengten Platzverhältnissen (kleine Kellerräume, Garagen) ein Vorteil sein. Allerdings haben sie eine kürzere Lebensdauer und sind bei thermischer Überbelastung empfindlicher. Die Preise für NMC-Speicher liegen 2026 auf ähnlichem Niveau wie LFP, wodurch der Preisvorteil als Argument weitgehend entfällt.

LFP-Speicher: Vorteile

  • 6.000 bis 10.000 Ladezyklen Lebensdauer
  • Höchste thermische Sicherheit
  • Kein Kobalt, umweltfreundlicher
  • Günstigerer Preis pro kWh in 2026
  • Weniger Kapazitätsverlust über die Jahre
  • Ideal für tägliche Lade-/Entladezyklen
  • Breiterer Temperaturbereich

NMC-Speicher: Nachteile

  • Nur 3.000 bis 5.000 Ladezyklen
  • Höheres thermisches Risiko
  • Kobalt-Abbau ethisch problematisch
  • Schnellerer Kapazitätsverlust
  • Kürzere Garantiezeiten (oft nur 5 bis 8 Jahre)
  • Wartungsintensiver bei hohen Temperaturen

Unsere klare Empfehlung für 2026: Wähle einen LFP-Speicher. Die Vorteile bei Lebensdauer, Sicherheit und Preis sind überzeugend. Nur wenn der Platz extrem begrenzt ist (unter 0,5 Quadratmeter Stellfläche), kann ein kompakterer NMC-Speicher sinnvoll sein. In allen anderen Fällen ist LFP die bessere Wahl.

Einen ausführlichen Vergleich der Speichertechnologien findest Du auch beim Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, das regelmäßig Marktanalysen und Technologievergleiche veröffentlicht.

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Wirtschaftlichkeit: Amortisation und Rendite

Lohnt sich eine PV-Anlage mit Speicher finanziell? Die kurze Antwort: Ja, deutlich. Die längere Antwort erfordert eine genaue Berechnung, die wir hier an einem konkreten Beispiel durchführen.

Rechenbeispiel: 10 kWp + 10 kWh, Gesamtinvestition 20.000 Euro

Wir rechnen mit realistischen Durchschnittswerten für Mitteldeutschland (ca. 1.000 kWh/kWp Jahresertrag):

  • Anlage: 10 kWp PV + 10 kWh LFP-Speicher
  • Investition: 20.000 Euro (PV 13.000 Euro + Speicher 7.000 Euro, nach 0% USt)
  • Jahresertrag PV: 10.000 kWh
  • Eigenverbrauch mit Speicher (65%): 6.500 kWh/Jahr
  • Eigenverbrauch-Ersparnis: 6.500 x 0,30 Euro = 1.950 Euro/Jahr
  • Einspeisung (35%): 3.500 kWh x 0,0803 Euro = 281 Euro/Jahr
  • Laufende Kosten (Versicherung, Zählermiete): minus 150 Euro/Jahr
  • Netto-Jahresertrag: 1.950 + 281 minus 150 = 2.081 Euro/Jahr
  • Amortisationszeit: 20.000 / 2.081 = 9,6 Jahre
9,6 Jahre
Amortisation für 10 kWp + 10 kWh Speicher
Danach: 15+ Jahre reiner Gewinn von ca. 2.000 Euro jährlich

Nach 9,6 Jahren ist die Investition zurück. Über die verbleibenden 15,4 Jahre (bei einer Anlagenlebensdauer von 25 Jahren) generiert die Anlage rund 32.000 Euro reinen Ertrag. Das entspricht einer internen Rendite von rund 6 bis 8 Prozent pro Jahr, was deutlich über aktuellen Festgeldzinsen liegt. Und das mit einem sehr geringen Risiko: Sonnenstrahlung ist zuverlässig, die EEG-Vergütung gesetzlich garantiert und der Eigenverbrauchsvorteil steigt mit dem Strompreis.

Kostenverteilung: 10 kWp PV-Anlage mit 10 kWh Speicher (20.000 Euro)

Sensitivitätsanalyse: Was ändert sich bei verschiedenen Strompreisen?

Der Strompreis ist der größte Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Wir rechnen das Beispiel mit verschiedenen Strompreisen durch:

StrompreisEigenverbrauch-ErsparnisNetto-JahresertragAmortisation
25 ct/kWh1.625 €1.756 €11,4 Jahre
30 ct/kWh1.950 €2.081 €9,6 Jahre
35 ct/kWh2.275 €2.406 €8,3 Jahre
40 ct/kWh2.600 €2.731 €7,3 Jahre
45 ct/kWh2.925 €3.056 €6,5 Jahre

Die Tabelle zeigt eindrucksvoll: Selbst bei einem niedrigen Strompreis von 25 ct/kWh amortisiert sich die Anlage in unter 12 Jahren. Bei steigenden Strompreisen (was historisch der Normalfall ist) verbessert sich die Wirtschaftlichkeit jedes Jahr. Eine PV-Anlage mit Speicher ist damit eine der sichersten Investitionen für Eigenheimbesitzer. Weitere Berechnungsbeispiele findest Du in unserem Ratgeber zu Solaranlage mit Speicher Kosten.

Vergleich: Mit Speicher vs. Ohne Speicher

Ist der Speicher die Mehrkosten wert? Rechnen wir es durch:

  • Ohne Speicher (10 kWp, 13.000 Euro): Netto-Jahresertrag 1.462 Euro, Amortisation 8,9 Jahre
  • Mit Speicher (10 kWp + 10 kWh, 20.000 Euro): Netto-Jahresertrag 2.081 Euro, Amortisation 9,6 Jahre
  • Speicher allein betrachtet (7.000 Euro Mehrkosten, 619 Euro Mehrertrag): Amortisation Speicher: 11,3 Jahre

Die Gesamtanlage mit Speicher hat eine längere Amortisationszeit (9,6 vs. 8,9 Jahre), liefert aber nach der Amortisation 619 Euro mehr pro Jahr. Über 25 Jahre Anlagenlaufzeit bringt die Variante mit Speicher rund 8.500 Euro mehr Gesamtertrag als ohne Speicher. Das bedeutet: Der Speicher verzögert die Amortisation leicht, erhöhlt aber den Gesamtgewinn erheblich.

Hinzu kommt der nicht-monetäre Vorteil der Unabhängigkeit: Mit Speicher bist Du abends und nachts weitgehend unabhängig vom Stromnetz. Bei Stromausfällen (die in Deutschland zwar selten, aber zunehmend sind) bieten viele Speichersysteme eine Notstromfunktion. Dieser Komfort- und Sicherheitsaspekt lässt sich schwer in Euro beziffern, ist für viele Eigenheimbesitzer aber ein wichtiges Kaufargument. Allgemeine Informationen zur Wirtschaftlichkeit findest Du bei der Verbraucherzentrale.

Wir haben uns 2025 für eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher entschieden. Im ersten Jahr lag unser Eigenverbrauch bei 68 Prozent, die Stromrechnung ist von 1.800 auf 400 Euro gesunken. Das E-Auto laden wir fast komplett mit Solarstrom. Die beste Investition, die wir je gemacht haben.
Markus und Sabine W.
Eigenheimbesitzer aus Hannover, 10 kWp + 10 kWh BYD HVS, seit Mai 2025

Förderung 2026 für PV-Anlagen mit Speicher

Die staatliche Förderung für PV-Anlagen mit Speicher ist 2026 so attraktiv wie selten zuvor. Neben der bundesweiten Umsatzsteuerbefreiung gibt es zahlreiche regionale Programme, die speziell den Batteriespeicher fördern. Hier ein vollständiger Überblick.

Bundesweite Förderung

0 Prozent Umsatzsteuer: Seit Januar 2023 gilt für PV-Anlagen und zugehörige Batteriespeicher bis 30 kWp ein Nullsteuersatz. Das spart bei einer 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher (Nettoinvestition 20.000 Euro) rund 3.800 Euro Umsatzsteuer. Die Regelung gilt auch für die Nachrüstung von Speichern an bestehende Anlagen. Eine Antragstellung ist nicht erforderlich. Dein Installateur stellt die Rechnung automatisch mit 0 Prozent USt aus.

KfW-Kredit 270: Der KfW-Kredit 270 finanziert PV-Anlagen und Speicher zu günstigen Konditionen: 3,5 bis 5,0 Prozent effektiv p.a. in 2026, Laufzeit bis 30 Jahre, tilgungsfreie Anlaufzeit möglich. Wichtig: Antrag über die Hausbank vor Beauftragung des Installateurs stellen. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Solaranlage Finanzierung.

EEG-Einspeisevergütung: 8,03 ct/kWh für Teileinspeisung bis 10 kWp, garantiert für 20 Jahre nach Inbetriebnahme. Bei Volleinspeisung (eher selten bei Anlagen mit Speicher): 12,73 ct/kWh bis 10 kWp. Die Sätze sinken halbjährlich leicht. Weitere Details zur Solaranlage Förderung findest Du in unserem Spezialratgeber.

Einkommensteuerbefreiung: Paragraph 3 Nr. 72 EStG befreit Privatanlagen unter 30 kWp vollständig von der Einkommensteuer. Weder Einspeisevergütung noch Eigenverbrauch müssen versteuert werden. Das vereinfacht die Steuererklärung erheblich und ist ein Standortvorteil für Deutschland.

Regionale Speicherförderung 2026

Besonders interessant sind die länderspezifischen Förderprogramme, die den Batteriespeicher gezielt bezuschussen:

  • NRW (progres.nrw): 150 bis 300 Euro pro kWh Speicherkapazität. Bei 10 kWh Speicher: 1.500 bis 3.000 Euro Direktzuschuss. Förderung läuft aktuell bis Ende 2026.
  • Berlin (SolarPLUS): Pauschalförderung für Speicher ab 300 Euro. Gilt nur für Berliner Wohngebäude.
  • Bayern (EnergieBonusBayern): Kombizuschuss für PV + Speicher bis zu 2.500 Euro. Wartelisten beachten.
  • Schleswig-Holstein: Speicherförderung über die IB.SH, 200 Euro pro kWh bis maximal 2.000 Euro.
  • Thüringen (SolarInvest): 300 Euro pro kWh Speicher, maximal 5.000 Euro.
  • Kommunale Programme: Zahlreiche Städte und Landkreise bieten eigene Zuschläge von 200 bis 1.500 Euro. Prüfe das Angebot Deiner Gemeinde bei der Förderdatenbank des Bundes.
💡 Förderung kombinieren für maximalen Vorteil

Du kannst verschiedene Förderprogramme oft kombinieren: 0 Prozent USt + KfW-Kredit + Landesförderung + kommunaler Zuschuss. Bei einer 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher in NRW kann die Gesamtförderung 5.000 bis 7.000 Euro betragen. Dadurch sinkt die effektive Investition auf 13.000 bis 15.000 Euro, was die Amortisation auf unter 7 Jahre verkürzt.

Deutsche Familie steht glücklich vor ihrem Einfamilienhaus mit Solaranlage auf dem Dach
Solarenergie für die ganze Familie: Mit Förderung wird die PV-Anlage mit Speicher besonders attraktiv

Die besten Batteriespeicher 2026 im Vergleich

Der Speichermarkt ist in Deutschland 2026 hart umkämpft. Wir stellen Dir die relevantesten Hersteller und Modelle vor und zeigen, worauf Du bei der Auswahl achten solltest.

Top-Speicher für Privathaushalte

BYD Battery-Box HVS/HVM: Der Marktführer aus China bietet modulare Speicher von 5,1 bis 22,1 kWh Kapazität. LFP-Technologie, 10 Jahre Garantie, hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der HVS (Hochvolt) ist der beliebteste Speicher in Deutschland und wird von den meisten Installateuren angeboten. Preis: 400 bis 600 Euro/kWh installiert.

Sonnen sonnenBatterie 10: Deutscher Premium-Hersteller mit Sitz in Wildpoldsried (Bayern). Modularer LFP-Speicher von 5,5 bis 22 kWh. 10 Jahre Garantie, optional 15 Jahre. Besonderes Feature: Die sonnenFlat-Tarife bieten eine virtülle Flatrate auf den Eigenverbrauch. Preis: 600 bis 900 Euro/kWh, Premium-Segment.

Huawei LUNA2000: Modularer LFP-Speicher, optimal für Huawei-Wechselrichter. 5 bis 30 kWh Kapazität, 10 Jahre Garantie. Sehr gute App mit Echtzeit-Monitoring. Preis: 450 bis 650 Euro/kWh, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ideal in Kombination mit dem Huawei SUN2000 Hybrid-Wechselrichter.

SENEC.Home V4: Deutscher Hersteller (Leipzig), gehört zu EnBW. LFP-Technologie, 10 kWh Basismodul, erweiterbar auf 20 kWh. 10 Jahre Garantie. SENEC bietet mit der SENEC.Cloud ein virtülles Speichermodell an, bei dem Sommerstromüberschüsse im Winter verrechnet werden können. Preis: 550 bis 750 Euro/kWh.

E3/DC S10 E Pro: Deutscher Hersteller aus Osnabrück, Tochter von Hager Group. Integriertes System mit Wechselrichter, Speicher und Notstromversorgung in einem Gerät. LFP-Speicher von 6,5 bis 39 kWh. Besonders robust und wartungsarm. Preis: 700 bis 1.000 Euro/kWh, Premium-Segment. Ideal für maximale Autarkie und Notstromfähigkeit. Mehr zu den Anbietern findest Du über unseren Solar-Vergleich.

HerstellerModellTechnologieKapazitätGarantiePreis/kWh
BYDBattery-Box HVSLFP5,1-22,1 kWh10 Jahre400-600 €
SonnensonnenBatterie 10LFP5,5-22 kWh10-15 Jahre600-900 €
HuaweiLUNA2000LFP5-30 kWh10 Jahre450-650 €
SENECHome V4LFP10-20 kWh10 Jahre550-750 €
E3/DCS10 E ProLFP6,5-39 kWh10 Jahre700-1.000 €
⚠️ Achtung bei sehr günstigen Speichern

Speicher unter 350 Euro/kWh (installiert) solltest Du kritisch hinterfragen. Oft handelt es sich um No-Name-Produkte ohne zuverlässigen Kundendienst in Deutschland. Im Garantiefall kann die Durchsetzung Deiner Ansprüche schwierig bis unmöglich werden. Bei einer Investition für 15 bis 20 Jahre lohnt es sich, auf etablierte Marken zu setzen.

Speicher nachrrüsten: Kosten und Ablauf

Du hast bereits eine PV-Anlage und möchtest einen Speicher nachrrüsten? Das ist möglich und wirtschaftlich sinnvoll, erfordert aber etwas mehr Planung als eine gleichzeitige Installation.

Voraussetzungen für die Nachrüstung

Die wichtigste Frage ist: Welchen Wechselrichter hast Du? Es gibt drei Szenarien:

Szenario 1: Hybrid-Wechselrichter bereits vorhanden

Wenn bei der Erstinstallation ein speicherfähiger Hybrid-Wechselrichter verbaut wurde (z.B. Fronius GEN24, SMA Sunny Tripower Smart Energy, Huawei SUN2000), ist die Nachrüstung einfach und günstig. Der Speicher wird lediglich an den vorhandenen Wechselrichter angeschlossen. Zusätzliche Kosten: nur der Speicher selbst plus 300 bis 600 Euro Installationsaufwand. Gesamtkosten Nachrüstung 10 kWh: 6.000 bis 10.000 Euro.

Szenario 2: Standard-Wechselrichter (nicht speicherfähig)

Bei einem reinen PV-Wechselrichter (z.B. SMA Sunny Boy, Fronius Symo) muss entweder ein zusätzlicher DC-gekoppelter Speicher-Wechselrichter installiert oder der bestehende Wechselrichter durch einen Hybrid-Wechselrichter ersetzt werden. Das verursacht Mehrkosten von 1.000 bis 2.500 Euro. Gesamtkosten Nachrüstung 10 kWh: 7.500 bis 12.500 Euro.

Szenario 3: AC-gekoppelter Speicher

Eine Alternative ist ein AC-gekoppelter Speicher mit eigenem Wechselrichter (z.B. Sonnen, SENEC). Dieser wird auf der Wechselstromseite angeschlossen und funktioniert unabhängig vom bestehenden PV-Wechselrichter. Vorteil: Einfache Installation ohne Eingriff in die bestehende PV-Anlage. Nachteil: Etwas geringerer Wirkungsgrad durch doppelte Umwandlung (DC-AC-DC). Gesamtkosten Nachrüstung 10 kWh: 7.000 bis 11.000 Euro.

💡 Tipp für Nachrrüster

Wenn Dein Wechselrichter älter als 10 Jahre ist, lohnt sich oft ein kompletter Tausch gegen einen Hybrid-Wechselrichter. Du bekommst einen neuen, effizienten Wechselrichter mit Speicherfähigkeit, und die Kosten für den separaten Speicher-Wechselrichter entfallen. Ein Kombiangebot kann 15 bis 25 Prozent günstiger sein als zwei separate Maßnahmen. Mehr zu allen Solaranlage kaufen Optionen in unserem Ratgeber.

Installation Schritt für Schritt

Von der ersten Idee bis zur fertigen PV-Anlage mit Speicher vergehen typischerweise 3 bis 6 Monate. Hier ist der komplette Ablauf, damit Du weißt, was Dich erwartet.

🛠 So läuft die Installation ab

  1. Bedarfsanalyse (Woche 1-2): Ermittle Deinen Jahresstromverbrauch, prüfe Deine Dachfläche (Ausrichtung, Neigung, Verschattung) und definiere Dein Budget. Kläre, ob ein E-Auto oder eine Wärmepumpe geplant ist. Nutze den Leospardo-Vergleich für eine erste Orientierung.
  2. Angebote einholen (Woche 2-4): Hole mindestens 3 Angebote von verschiedenen Installationsbetrieben ein. Vergleiche nicht nur den Preis, sondern auch die verwendeten Marken, Garantiezeiten und Referenzen. Frage gezielt nach der Speicherempfehlung und lass Dir erklären, warum genau diese Größe und dieser Hersteller vorgeschlagen wird.
  3. Förderung beantragen (Woche 3-6): Beantrage den KfW-Kredit 270 über Deine Hausbank vor der Beauftragung des Installateurs. Prüfe regionale Förderprogramme (Landesförderung, kommunale Zuschläge) und reiche ggf. weitere Anträge ein. Plane 2 bis 4 Wochen für die KfW-Bewilligung ein.
  4. Installateur beauftragen (Woche 5-8): Nach Erhalt der KfW-Bewilligung beauftragst Du den Installateur. Kläre Lieferzeiten für Module, Speicher und Wechselrichter. Vereinbare einen konkreten Installationstermin. Achte darauf, dass die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister im Angebot enthalten ist.
  5. Installation auf dem Dach (Tag 1-2): Die Montage der PV-Module auf dem Dach dauert für eine 10-kWp-Anlage typischerweise 1 bis 2 Tage. Ein 2 bis 3 Mann Team installiert Unterkonstruktion, Module, Kabel und Anschlüsse. Bei einem Gerüst kommen 1 bis 2 Stunden Aufbau dazu.
  6. Speicher und Elektrik (Tag 2-3): Der Batteriespeicher wird im Hauswirtschaftsraum, Keller oder Garage installiert und mit dem Wechselrichter verbunden. Die elektrische Anbindung an den Hausanschluss und die Programmierung des Energiemanagementsystems folgen. Dieser Schritt dauert 4 bis 8 Stunden.
  7. Inbetriebnahme und Monitoring (Tag 3): Der Installateur nimmt die Anlage in Betrieb, testet alle Funktionen und richtet das Monitoring über die Hersteller-App ein. Du erhältst eine Einweisung in das System. Ab jetzt kannst Du Deinen Solarertrag in Echtzeit verfolgen.
  8. Netzanschluss und Anmeldung (Woche 10-16): Die Anlage wird beim Netzbetreiber angemeldet, ein Zweirichtungszähler installiert und die Eintragung im Marktstammdatenregister vorgenommen. Bis zum offiziellen Netzanschluss läuft die Anlage bereits und Du nutzt den Eigenstrom.
Solarmodule auf einem Ziegeldach aus der Nähe fotografiert mit blauem Himmel
Moderne Solarmodule auf einem typisch deutschen Ziegeldach - die Installation dauert nur 1 bis 2 Tage

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Häufige Fehler bei der Speicherwahl

Bei der Planung einer PV-Anlage mit Speicher werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Hier sind die fünf häufigsten Fallen und wie Du sie vermeidest.

Fehler 1: Speicher zu groß dimensioniert

Ein weit verbreiteter Fehler ist die Überdimensionierung des Speichers. Manche Installateure empfehlen 15 oder 20 kWh Speicher für eine 10-kWp-Anlage, obwohl 8 bis 10 kWh wirtschaftlich optimal wären. Das Problem: Ein zu großer Speicher wird im Winter nie vollständig geladen, die zusätzliche Kapazität bleibt ungenutzt und die Amortisationszeit verlängert sich. Berechne die optimale Größe nach den Faustregeln in Kapitel 3 und bestehe auf einer individüllen Simulation durch den Installateur.

Fehler 2: Falschen Wechselrichter gewählt

Wer einen Standard-PV-Wechselrichter statt eines Hybrid-Wechselrichters wählt, muss bei der späteren Speicher-Nachrüstung 1.000 bis 2.500 Euro extra zahlen. Auch wenn Du den Speicher nicht sofort installierst: Wähle von Anfang an einen Hybrid-Wechselrichter. Die Mehrkosten von 200 bis 500 Euro beim Kauf sind deutlich geringer als die späteren Umbaukosten.

Fehler 3: Nur auf den Preis geschaut

Der billigste Speicher ist selten der beste. No-Name-Speicher unter 350 Euro/kWh haben oft kürzere Garantien, weniger Ladezyklen und keinen zuverlässigen Kundendienst in Deutschland. Bei einer Investition für 15 bis 20 Jahre ist die Zuverlässigkeit wichtiger als der Anschaffungspreis. Setze auf etablierte Marken (BYD, Sonnen, Huawei, SENEC, E3/DC) mit mindestens 10 Jahren Garantie.

Fehler 4: Notstromfähigkeit ignoriert

Nicht jeder Speicher kann bei einem Stromausfall das Haus versorgen. Die Notstromfunktion (auch Ersatzstromfunktion genannt) ist ein optionales Feature, das bei der Bestellung angegeben werden muss. Sie kostet je nach System 500 bis 1.500 Euro extra, bietet aber einen erheblichen Sicherheitsvorteil. In Regionen mit häufigeren Netzproblemen oder für Haushalte mit medizinischen Geräten eine klare Empfehlung.

Fehler 5: KfW-Antrag zu spät gestellt

Wie bereits erwähnt: Der KfW-Kredit 270 muss vor der Beauftragung des Installateurs beantragt werden. Wer diesen Schritt vergisst oder den Installateur vor der Bewilligung beauftragt, verliert den Anspruch auf die günstige Finanzierung. Plane mindestens 2 bis 4 Wochen für die KfW-Bearbeitung ein und beginne den Antragsprozess parallel zur Angebotsphase.

Modernes Energie-Monitoring-Display an der Wand zeigt Solarproduktion und Batteriestatus
Energie-Monitoring in Echtzeit: Moderne Speicher zeigen Produktion, Verbrauch und Batteriestand per App

Laufende Kosten und Wartung

Ein häufiges Missverständnis ist, dass ein Batteriespeicher hohe Wartungskosten verursacht. In Wirklichkeit ist ein LFP-Speicher nahezu wartungsfrei. Die laufenden Kosten beschränken sich auf:

  • Versicherung (PV + Speicher): 60 bis 180 Euro/Jahr (oft in der Wohngebäudeversicherung integrierbar)
  • Zählermiete (Smart Meter): 30 bis 80 Euro/Jahr
  • Monitoring und Updates: Kostenlos (über Hersteller-App)
  • Reinigung/Wartung PV-Module: 0 bis 150 Euro alle 3 bis 5 Jahre
  • Wechselrichter-Check: Kostenloss (via App, 5 Minuten pro Monat)

Gesamte jährliche Betriebskosten für PV + Speicher: 100 bis 250 Euro/Jahr. Das sind weniger als 1,5 Prozent der Investitionssumme und werden durch die jährliche Ersparnis von 2.000+ Euro mehr als kompensiert. Einen allgemeinen Ratgeber zu Solaranlage Wartung findest Du ebenfalls in unserem Wissensbereich.

Lebensdauer: Wie lange hält der Speicher?

Moderne LFP-Speicher halten 15 bis 20 Jahre bei täglicher Nutzung. Sie bieten 6.000 bis 10.000 Ladezyklen, was bei einem Zyklus pro Tag 16 bis 27 Jahre entspricht. Nach 10 Jahren haben sie typischerweise noch 80 bis 90 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität (Degradation ca. 1 Prozent pro Jahr). Die meisten Hersteller geben 10 Jahre Garantie auf mindestens 70 Prozent der Nennkapazität. Premium-Hersteller wie Sonnen bieten optional 15 Jahre Garantie.

Zum Vergleich: Die PV-Module selbst halten 25 bis 35 Jahre. Es ist also möglich, dass der Speicher einmal während der Anlagenlebensdauer erneuert werden muss. Die Kosten für einen Speicher-Tausch werden bis dahin voraussichtlich noch weiter gesunken sein. Alternativ kann nach 15 bis 20 Jahren auch entschieden werden, den Speicher nicht zu ersetzen und die Anlage ohne Speicher weiterzubetreiben, was immer noch wirtschaftlich ist.

Fazit: PV-Anlage mit Speicher 2026 ist die beste Wahl

Die Kombination aus PV-Anlage und Batteriespeicher ist 2026 die optimale Lösung für Eigenheimbesitzer, die ihre Stromkosten maximieren und unabhängiger vom Stromnetz werden möchten. Die Preise sind so niedrig wie nie, die Technologie ausgereift und zuverlässig, und die staatliche Förderung macht die Investition noch attraktiver.

Zusammengefasst: Eine 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher für rund 20.000 Euro amortisiert sich in unter 10 Jahren und generiert danach 15+ Jahre lang rund 2.000 Euro jährlich. Mit Förderung und steigenden Strompreisen kann die Amortisation auf unter 7 Jahre sinken. Die interne Rendite von 6 bis 8 Prozent p.a. übertrifft die meisten klassischen Geldanlagen bei deutlich geringerem Risiko.

Der erste Schritt ist ein unverbindlicher Preisvergleich. Über Leospardo kannst Du kostenlos bis zu 3 geprüfte Fachbetriebe aus Deiner Region vergleichen und so das beste Angebot für Deine individülle Situation finden. Weitere Informationen zu Solaranlagen allgemein, zur 10-kWp-Solaranlage im Detail und zum Balkonkraftwerk als günstige Alternative findest Du in unseren weiteren Ratgebern.

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Häufige Fragen zu PV-Anlage mit Speicher

Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher 2026?
Eine 10-kWp-PV-Anlage mit 10-kWh-Batteriespeicher kostet 2026 zwischen 17.000 und 25.000 Euro inklusive Installation und 0 Prozent Umsatzsteuer. Ohne Speicher liegt der Preis bei 11.000 bis 16.000 Euro. Die Speicherkosten allein betragen 400 bis 800 Euro pro kWh Kapazität.
Wie groß sollte der Speicher für eine PV-Anlage sein?
Als Faustregel gilt: 1 kWh Speicherkapazität pro 1 kWp Anlagenleistung. Für eine 10-kWp-Anlage empfehlen sich also 8 bis 12 kWh Speicher. Der optimale Wert hängt vom individüllen Stromverbrauch, den Verbrauchszeiten und der gewünschten Autarkie ab. Bei geplanter Nutzung mit E-Auto oder Wärmepumpe empfehlen wir 12 bis 15 kWh.
Lohnt sich ein Batteriespeicher für die PV-Anlage?
Ja, ein Batteriespeicher lohnt sich 2026 bei Strompreisen über 30 ct/kWh und einem Jahresverbrauch ab 4.000 kWh. Er steigert den Eigenverbrauch von ca. 30 auf 65 Prozent, was die jährliche Ersparnis um 500 bis 900 Euro erhöht. Die Amortisation des Speichers allein liegt bei 7 bis 12 Jahren.
Welche Speichertechnologie ist 2026 die beste?
Lithium-Eisenphosphat (LFP) ist 2026 die bevorzugte Technologie für Heimspeicher. LFP-Speicher bieten 6.000 bis 10.000 Ladezyklen, sind brandsicherer als NMC-Speicher und haben ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Über 80 Prozent der neuen Heimspeicher nutzen LFP-Technologie.
Wie hoch ist der Eigenverbrauch mit Speicher?
Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch bei einer typischen 10-kWp-Anlage bei 25 bis 35 Prozent. Mit einem 10-kWh-Speicher steigt er auf 60 bis 75 Prozent. Das bedeutet: Du nutzt rund 6.500 statt 3.000 kWh Deines Solarstroms selbst, was bei 30 ct/kWh rund 1.050 Euro zusätzliche Ersparnis pro Jahr bringt.
Welche Förderung gibt es 2026 für PV-Anlagen mit Speicher?
Bundesweit gilt 0 Prozent Umsatzsteuer auf PV-Anlagen und Speicher bis 30 kWp. Der KfW-Kredit 270 bietet günstige Finanzierung. Einige Bundesländer fördern Speicher zusätzlich: NRW (progres.nrw, 150 bis 300 Euro/kWh), Berlin (SolarPLUS), Bayern (EnergieBonusBayern). Kommunale Programme kommen oft dazu.
Kann ich den Speicher auch nachrrüsten?
Ja, eine Nachrüstung ist möglich, aber teurer als die gleichzeitige Installation. Die Mehrkosten betragen 500 bis 1.500 Euro für Anpassungen am Wechselrichter und der Elektrik. Am günstigsten ist es, wenn bereits ein speicherfähiger Hybrid-Wechselrichter verbaut wurde.
Wie lange hält ein Batteriespeicher?
Moderne LFP-Speicher halten 15 bis 20 Jahre bei täglicher Nutzung. Sie bieten 6.000 bis 10.000 Ladezyklen, was bei einem Zyklus pro Tag 16 bis 27 Jahre entspricht. Nach 10 Jahren haben sie typischerweise noch 80 bis 90 Prozent ihrer Kapazität. Hersteller geben 10 Jahre Garantie.
Brauche ich eine Genehmigung für den Speicher?
Für Heimspeicher bis 30 kWh ist in den meisten Bundesländern keine Baugenehmigung erforderlich. Der Speicher muss aber beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Die Brandschutzvorschriften (Mindestabstände, Aufstellungsort) sind je nach Bundesland unterschiedlich. Dein Installateur kennt die lokalen Vorschriften.
Was passiert bei einem Stromausfall mit Speicher?
Das hängt von der Konfiguration ab. Speicher mit Notstromfunktion (Ersatzstromfunktion) können das Haus bei einem Netzausfall weiter versorgen. Ohne diese Funktion schaltet sich die Anlage aus Sicherheitsgründen ab. Notstrom kostet 500 bis 1.500 Euro extra bei der Bestellung und ist besonders für Haushalte mit medizinischen Geräten empfehlenswert.