Photovoltaik Förderung 2026: Alle Programme im Überblick

Überblick: Was wird für Solaranlagen gefördert?

Solaranlagen auf Wohngebäuden profitieren 2026 von einem Fördermix aus Steuervorteilen, günstigen Krediten und garantierter Einspeisevergütung. Anders als bei der Wärmepumpe gibt es keinen direkten BAFA-Investitionszuschuss für PV — dafür ist die Förderung durch 0% Mehrwertsteuer und EEG-Vergütung langfristig sehr attraktiv.

0%
Mehrwertsteuer für PV bis 30 kWp
8,03 ct
Einspeisevergütung bis 10 kWp
20 J.
Garantierte EEG-Vergütung

0% Mehrwertsteuer: Der wichtigste Förderhebel

Seit 01.01.2023 gilt für Solaranlagen auf Wohngebäuden (und Nebengebäuden wie Garagen) ein Umsatzsteuersatz von 0%. Das bedeutet: Beim Kauf einer PV-Anlage fällt keine Mehrwertsteuer an — weder auf Module, Wechselrichter, Speicher noch auf die Montage. Aus einer 18.000-Euro-Bruttoanlage werden so 15.126 Euro netto — eine direkte Ersparnis von fast 3.000 Euro.

Die Regelung gilt automatisch: Kein Antrag nötig, kein Formular. Der Installateur stellt die Rechnung ohne Mehrwertsteuer aus. Voraussetzungen: Anlage auf oder in der Nähe eines Wohngebäudes, Leistung bis 30 kWp. Gilt auch für Nachrüstungen (Speicher, Wallbox) bei Wohngebäuden.

Einspeisevergütung 2026 (EEG)

Überschüssiger Solarstrom wird ins öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Aktuelle Vergütungssätze (EEG 2023, Stand 2026):

AnlagengrößeTeileinspeisungVolleinspeisung
Bis 10 kWp8,03 ct/kWh12,87 ct/kWh
10–40 kWp (zweite Stufe)7,00 ct/kWh10,79 ct/kWh
40–100 kWp (dritte Stufe)5,74 ct/kWh

Wichtig: Die Vergütungssätze werden monatlich leicht angepasst. Für 20 Jahre ab Inbetriebnahme sind sie dann festgeschrieben. Wer jetzt installiert, sichert sich die aktuellen Sätze für 2 Jahrzehnte. Volleinspeisung lohnt sich nur bei sehr niedrigem Eigenverbrauch — für die meisten Haushalte ist Teileinspeisung (mit Eigenverbrauch) wirtschaftlicher.

KfW Kredit 270: Günstige Finanzierung

Das KfW-Programm 270 "Erneuerbare Energien" bietet zinsgünstige Kredite für PV-Anlagen (und Speicher). Konditionen 2026: Kreditbetrag bis 150 Mio. Euro, Laufzeit 5–30 Jahre, aktueller Zinssatz ca. 3,5–5,5% p.a. (marktabhängig). Mindestens 20% Eigenkapital empfohlen, aber nicht Pflicht. Antrag über die Hausbank, nicht direkt bei KfW.

Für wen lohnt sich der KfW-Kredit? Wer nicht das volle Eigenkapital aufbringen will oder den Cashflow schonen möchte. Bei 0% MwSt. und günstigen KfW-Zinsen unter dem aktuellen Kreditmarktzins: klare Empfehlung. Vergleichen Sie KfW-Konditionen immer mit Ihrem persönlichen Kredit bei der Hausbank.

Landesförderungen für PV 2026

Zusätzlich zur Bundesförderung bieten einige Bundesländer eigene Programme:

  • Bayern: Speicherprogramm für Batteriespeicher (bis 500 Euro Zuschuss je angefangene kWh, bis 10 kWh)
  • Thüringen: Thüringer Aufbaubank fördert PV + Speicher mit zinsgünstigen Darlehen
  • NRW: progres.nrw fördert Speicher bis 500 Euro/kWh (max. 5.000 Euro)
  • Baden-Württemberg: L-Bank Klimaschutzkredit mit PV-Fokus

Landesförderungen ändern sich häufig — aktuell prüfen beim jeweiligen Landesenergieamt oder Energieberater.

Steuerliche Vorteile für PV-Anlagen

Seit 2023 gilt steuerliche Vereinfachung für kleine PV-Anlagen:

  • Einkommensteuer: Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern → Einspeisevergütung und Eigenverbrauch sind einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Keine Gewerbeanmeldung nötig.
  • Umsatzsteuer: 0% beim Kauf (s. o.). Kleinunternehmerregelung entfällt als Thema.
  • Gewerbesteuer: Nicht relevant bei privaten Anlagen unter 30 kWp.

Fazit: Der steuerliche Aufwand für private PV-Anlagen bis 30 kWp ist seit 2023 nahezu null.

Förderung optimal kombinieren

So kombinieren Sie Fördermaßnahmen optimal: 1) 0% MwSt. automatisch beim Kauf. 2) Einspeisevergütung 20 Jahre mit Inbetriebnahme gesichert. 3) KfW 270 für günstige Finanzierung falls Eigenkapital knapp. 4) Landesförderung für Speicher beantragen (vor Beauftragung). 5) Steuerfreiheit nutzen — keine separaten Maßnahmen nötig, automatisch.

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Häufige Fragen

Gibt es einen BAFA-Zuschuss für Solaranlagen?
Nein – BAFA fördert Wärmepumpen und Gebäudesanierung, nicht PV-Anlagen. PV-Förderung läuft über 0% MwSt., EEG-Vergütung und KfW 270.
Muss ich die Einspeisevergütung beantragen?
Sie müssen die Anlage beim Netzbetreiber anmelden und im Marktstammdatenregister registrieren. Das übernimmt Ihr Installateur. Die Vergütung beginnt automatisch ab Inbetriebnahme-Datum.
Gilt 0% MwSt. auch für Nachrüstungen (Speicher)?
Ja – seit 2024 auch für Batteriespeicher die an bestehende PV-Anlagen auf Wohngebäuden nachgerüstet werden.