PV-Anlagen Kosten Neuss 2026: 4-15 kWp Preisübersicht komplett

8.500 Euro kostet eine 4 kWp PV-Anlage in Neuss komplett installiert, während eine 8 kWp Anlage bei 14.800 Euro liegt. Diese Preise bewegen sich leicht unter dem NRW-Durchschnitt, da Installateure in der Region zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach durch höhere Auftragsvolumen günstigere Konditionen anbieten können. Die Westnetz als lokaler Netzbetreiber berechnet dabei 30 Euro jährlich für die Messung bei Kleinanlagen.

Eine 10 kWp Anlage schlägt mit 17.500 Euro zu Buche, was einem Preis von 1.750 Euro pro kWp entspricht. Für größere Anlagen sinken die spezifischen Kosten deutlich: 15 kWp kosten 24.800 Euro, also nur noch 1.653 Euro pro kWp. Haushalte in Neuss-Furth oder der Nordstadt profitieren dabei von idealen Südausrichtungen ohne Verschattung durch Nachbarbebauung.

Die Anmeldung bei der Westnetz dauert in Neuss standardmäßig 21 Werktage für Anlagen bis 30 kWp. Stadtteile wie Holzheim oder Grimlinghausen haben durch bestehende Netzinfrastruktur oft kürzere Bearbeitungszeiten. Der Messstellenbetrieb kostet bei Anlagen über 7 kWp 60 Euro jährlich für Smart Meter, kleinere Anlagen zahlen weiterhin nur 30 Euro für konventionelle Zähler.

Zu den Anschaffungskosten kommen 180 Euro jährlich für professionelle Wartung durch zertifizierte Betriebe in Neuss. Diese Pauschale deckt Sichtprüfung, Reinigung und Ertragsüberwachung ab. Versicherungen schlagen mit weiteren 70-90 Euro pro Jahr zu Buche, abhängig von der Anlagengröße und dem gewählten Schutzumfang bei regionalen Anbietern.

Eigenheimbesitzer in Reuschenberg oder Weckhoven wählen meist 8-10 kWp Anlagen, die optimal zu ihrem Verbrauch von 4.000-5.500 kWh jährlich passen. Bei den aktuellen Strompreisen der Stadtwerke Neuss von 34,2 Cent pro kWh amortisiert sich eine 8 kWp Anlage bereits nach 10-11 Jahren. Größere Anlagen erreichen durch bessere kWp-Preise sogar kürzere Amortisationszeiten.

Anlagengröße Gesamtpreis brutto Preis pro kWp Jahresertrag Neuss
4 kWp 8.500 € 2.125 € 3.800 kWh
6 kWp 11.400 € 1.900 € 5.700 kWh
8 kWp 14.800 € 1.850 € 7.600 kWh
10 kWp 17.500 € 1.750 € 9.500 kWh
12 kWp 20.400 € 1.700 € 11.400 kWh
15 kWp 24.800 € 1.653 € 14.250 kWh

Stadtteile Neuss: Wo sich PV-Anlagen besonders rechnen

130 Quadratmeter Dachfläche in Holzheim ermöglichen die größten PV-Anlagen in Neuss. Das Neubaugebiet am westlichen Stadtrand bietet optimale Bedingungen für 10,5 kWp Anlagen, da moderne Satteldächer ohne Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude maximale Solarerträge erzielen. Die großzügigen Grundstücke und südorientierten Dachflächen machen Holzheim zum lukrativsten Standort für Photovoltaik in der Quirinus-Stadt.

Furth-Süd überzeugt mit 120 Quadratmeter Dachfläche und etablierter Wohnlage zwischen Reuschenberger Straße und Südpark. Typische 9,2 kWp Anlagen passen perfekt auf die Einfamilienhäuser aus den 80er und 90er Jahren. Der beliebte Stadtteil profitiert von wenig Industrie und damit geringer Luftverschmutzung, was die Modulreinigung reduziert. Familien mit 4.500 kWh Jahresverbrauch sparen hier durchschnittlich 1.180 Euro jährlich.

130 m²
Holzheim Dachfläche (10,5 kWp)
120 m²
Furth-Süd Dachfläche (9,2 kWp)
115 m²
Weckhoven Dachfläche (8,8 kWp)

Weckhoven bietet mit 115 Quadratmeter Dachfläche solide Voraussetzungen für 8,8 kWp Anlagen auf den charakteristischen Häusern der 70er bis 90er Jahre. Die Nähe zum Gewerbegebiet Hammfeld sorgt für gute Erschließung durch Installateure, während die ruhige Wohnlage optimale Bedingungen für PV-Nutzung schafft. Besonders die Straßen Am Sportplatz und Kappesstraße zeigen hohe Dichte an Solaranlagen mit überdurchschnittlichen Erträgen.

Am Rheinufer in Grimlinghausen stehen 105 Quadratmeter Dachfläche zur Verfügung, die 8,0 kWp Anlagen ermöglichen. Die Wassernähe bringt erhöhte Luftfeuchtigkeit mit sich, was die Modulreinigung durch natürliche Niederschläge verbessert. Allerdings können Pappeln entlang des Rheins bei ungünstiger Dachausrichtung für Verschattung sorgen. Die Anwohner zwischen Batteriestraße und Rheinufer profitieren von stabilen Netzbedingungen der Stadtwerke Neuss.

Die Neusser Innenstadt kämpft mit nur 85 Quadratmeter Dachfläche und 25 Prozent Denkmalschutz um die Quirinusmünster. Zwischen Oberstraße und Marktplatz begrenzen historische Bauvorschriften die PV-Möglichkeiten erheblich. Dennoch realisieren Hausbesitzer auf freigegebenen Dächern kompakte 6,5 kWp Anlagen, die bei hohem Eigenverbrauch durch Gewerbenutzung rentabel sind. Die zentrale Lage reduziert Anfahrtskosten der Installateure um durchschnittlich 150 Euro.

Norf punktet mit 100 Quadratmeter Dachfläche für typische 7,5 kWp Anlagen in der Nähe zu Schloss Dyck. Der historische Stadtteil zwischen Erftkanal und Jülicher Landstraße bietet gemischte Bebauung aus verschiedenen Epochen. Besonders die Neubaugebiete an der Rosslenkstraße eignen sich optimal für Photovoltaik, während Altbauten im Ortskern oft Dachsanierung vor PV-Installation benötigen.

Speicher-Kosten Neuss: 5-10 kWh Preise und Rentabilität

Ein 5 kWh Batteriespeicher kostet in Neuss komplett installiert 5.800 Euro, während ein 10 kWh Speicher bei 9.400 Euro liegt. Diese Preise gelten für Lithium-Ionen-Speicher namhafter Hersteller wie BYD oder Huawei, installiert von lokalen Fachbetrieben in Neuss. Bei den Stadtwerken Neuss zahlen Haushalte aktuell 34,2 ct/kWh für Strom, was Batteriespeicher deutlich attraktiver macht als in Regionen mit niedrigeren Strompreisen.

Die Kombination aus 8 kWp PV-Anlage und 10 kWh Speicher amortisiert sich in Neuss nach 11,8 Jahren. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote bei nur 30 Prozent, mit einem 10 kWh Speicher steigt sie auf 65 Prozent. Familien in Stadtteilen wie Furth-Süd oder Holzheim mit typischem 4.500 kWh Jahresverbrauch sparen so 1.680 Euro jährlich gegenüber dem Stadtwerke-Tarif.

Kleinere Haushalte in Neuss-Innenstadt fahren mit 5 kWh Speichern oft besser. Bei 3.000 kWh Jahresverbrauch und einer 6 kWp Anlage erhöht sich die Eigenverbrauchsquote von 35 auf 55 Prozent. Die jährliche Ersparnis beträgt 980 Euro, bei Investitionskosten von 12.800 Euro für die Komplett-Lösung. Das ergibt eine Amortisationszeit von 13,1 Jahren bei der aktuellen Strompreisentwicklung.

Das NRW-Landesprogramm progres.nrw fördert Batteriespeicher mit bis zu 1.000 Euro Zuschuss. Voraussetzung ist eine neu installierte PV-Anlage mit mindestens 7 kWp Leistung in Neuss. Der Antrag muss vor der Bestellung gestellt werden, die Förderung wird nach Inbetriebnahme ausgezahlt. Zusätzlich entfällt seit 2023 die Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen mit Speicher.

Wärmepumpen-Besitzer in Neuss profitieren besonders von größeren Speichern. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 6.000 kWh Jahresverbrauch rechnet sich ein 15 kWh Speicher für 13.800 Euro. Die Eigenverbrauchsquote steigt auf 75 Prozent, die jährlichen Einsparungen betragen 2.340 Euro. Besonders in den Neusser Einfamilienhaussiedlungen in Weckhoven oder Norf ist diese Kombination sehr beliebt.

Vorteile

  • PV mit 10 kWh Speicher: 11,8 Jahre Amortisation
  • Eigenverbrauchsquote steigt auf 65%
  • 1.680 Euro jährliche Ersparnis bei 4.500 kWh
  • progres.nrw Förderung bis 1.000 Euro
  • Keine MwSt auf Komplett-Anlage

Nachteile

  • PV ohne Speicher: 8,2 Jahre Amortisation
  • Nur 30% Eigenverbrauchsquote
  • 1.120 Euro jährliche Ersparnis
  • Geringere Investitionskosten
  • Einfachere Installation und Wartung

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Amortisation Neuss: Wann rechnet sich PV bei 1.550 Sonnenstunden

Eine 8 kWp PV-Anlage in Neuss amortisiert sich nach 9,2 Jahren ohne Batteriespeicher. Bei durchschnittlich 1.550 Sonnenstunden jährlich und einer Globalstrahlung von 1.050 kWh/m² erwirtschaftet jedes kWp rund 950 kWh Strom pro Jahr. Mit den aktuellen Strompreisen der Stadtwerke Neuss von 34,2 ct/kWh in der Grundversorgung entstehen erhebliche Einsparpotentiale, die die Amortisationszeit deutlich verkürzen.

Die Rentabilitätsrechnung basiert auf einem typischen Eigenverbrauchsanteil von 30% bei Familienhaushalten in Neuss-Furth oder Holzheim. Von den 7.600 kWh Jahresertrag einer 8 kWp-Anlage werden 2.280 kWh selbst verbraucht und sparen 781 Euro Stromkosten jährlich. Die restlichen 5.320 kWh fließen ins Netz der Stadtwerke Neuss und bringen bei 8,11 ct/kWh Einspeisevergütung weitere 432 Euro ein. Somit entstehen 1.213 Euro jährliche Erträge bei Anlagenkosten von rund 11.200 Euro.

Haushalte mit höherem Eigenverbrauch erreichen noch bessere Amortisationszeiten. In Neuss-Norf installierte 10 kWp-Anlagen mit 40% Eigenverbrauch amortisieren sich bereits nach 8,4 Jahren. Der höhere Selbstverbrauch von 3.800 kWh spart 1.300 Euro Stromkosten, während 6.200 kWh eingespeist werden. Bei Investitionskosten von 13.800 Euro entstehen jährliche Erträge von 1.643 Euro, was die Wirtschaftlichkeit erheblich verbessert.

Kernaussage

8 kWp PV-Anlage in Neuss: 9,2 Jahre Amortisation bei 1.550 Sonnenstunden, 1.213€ jährliche Erträge und 18.000€ Gewinn über 25 Jahre Laufzeit

Die Standortbedingungen in Neuss begünstigen kurze Amortisationszeiten durch optimale Dachausrichtungen. Süddächer in der Innenstadt oder Grimlinghausen erreichen 105% des theoretischen Ertrags, während Ost-West-Dächer noch 85% schaffen. Verschattungsfreie Dächer in Weckhoven oder Uedesheim profitieren von der flachen Topographie des Rheinlands. Die durchschnittliche Amortisation liegt stadtweit zwischen 8,9 und 10,1 Jahren, abhängig von Dachneigung und Ausrichtung.

Über die 25-jährige Lebensdauer erwirtschaften PV-Anlagen in Neuss erhebliche Überschüsse. Nach der Amortisation fließen weitere 15-16 Jahre reine Gewinne, die sich auf 18.000 bis 25.000 Euro summieren. Bei steigenden Strompreisen der Stadtwerke Neuss verkürzen sich die Amortisationszeiten weiter. Bereits 2% jährliche Strompreissteigerung reduzieren die Amortisation um 6-8 Monate und erhöhen die Gesamtrendite auf über 8% jährlich.

Förderung NRW: progres.nrw und KfW-Kredite für PV-Anlagen

1.000 Euro zusätzlicher Zuschuss für Batteriespeicher macht PV-Anlagen in Neuss noch attraktiver. Das Landesprogramm progres.nrw fördert seit 2024 Speichersysteme ab 3 kWh Kapazität mit 200 Euro pro kWh. Bei einem typischen 5 kWh Speicher erhalten Hausbesitzer in Neuss damit die vollen 1.000 Euro Förderung vom Land NRW. Die Antragstellung erfolgt vor der Bestellung beim Installateur.

Die KfW 270 Finanzierung ermöglicht PV-Anlagen bis 50.000 Euro zu günstigen Konditionen. Mit Zinssätzen zwischen 4,07% und 8,45% je nach Bonität finanzieren Neusser Hausbesitzer ihre Solaranlage über bis zu 20 Jahre. Eine Familie mit guter Bonität zahlt bei 20.000 Euro Kreditsumme monatlich nur 165 Euro. Die Kreditzusage erfolgt meist binnen einer Woche über die Hausbank.

Förderübersicht PV-Anlagen Neuss 2026
  • progres.nrw Batteriespeicher: 200€/kWh, max. 1.000€
  • KfW 270 Kredit: bis 50.000€, 4,07-8,45% Zinsen
  • MwSt-Befreiung: 0% auf Anlage und Installation
  • BEG Einzelmaßnahme: 15% bei Sanierungskombination
  • Stadt Neuss: keine Direktförderung, beschleunigte Genehmigung
  • Steuerliche Vorteile: sofortige Vollabschreibung möglich

Seit Januar 2023 fallen 0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp an. Diese Steuerbefreiung spart Neusser Hausbesitzer bei einer 8 kWp Anlage für 14.800 Euro zusätzliche 2.368 Euro Mehrwertsteuer. Auch Batteriespeicher, Wallboxen und Installation sind von der MwSt-Befreiung erfasst. Die Rechnung muss lediglich den entsprechenden Vermerk enthalten.

Die Stadt Neuss gewährt keine direkte kommunale PV-Förderung, setzt aber auf beschleunigte Genehmigungsverfahren. Bauanträge für PV-Anlagen werden in der Regel binnen 3 Wochen bearbeitet. Die Stadtwerke Neuss unterstützen mit kostenloser Erstberatung und vergünstigten Stromtarifen für PV-Anlagen-Betreiber. Auch die Netzanmeldung erfolgt digital und dauert nur 5-7 Werktage.

Das BEG-Programm fördert PV-Anlagen mit 15% Zuschuss, wenn sie mit energetischen Sanierungsmaßnahmen kombiniert werden. Neusser Hausbesitzer erhalten bei gleichzeitiger Wärmepumpen-Installation oder Dacherneuerung bis zu 7.500 Euro zusätzlichen Zuschuss. Die Kombination aus progres.nrw, KfW-Kredit und BEG-Förderung reduziert die Investitionskosten um bis zu 8.500 Euro. Fördermittel müssen vor Auftragsvergabe beantragt werden.

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Stadtwerke Neuss: Stromtarife und Einspeisung für PV-Anlagen

Die Stadtwerke Neuss berechnen PV-Anlagen-Betreibern 31,8 ct/kWh für den Reststrom aus dem Netz. Dieser Basis-Tarif liegt 2,4 ct/kWh über dem NRW-Durchschnitt und macht Eigenverbrauch besonders lukrativ. Das Kundenzentrum an der Batteriestraße 14 berät täglich von 8 bis 18 Uhr zu speziellen Angeboten für Solaranlagen-Besitzer.

Besonders attraktiv ist der Heizstrom-Tarif für Wärmepumpen-Betreiber mit 27,5 ct/kWh im Hochtarif. Kombiniert mit einer PV-Anlage reduzieren Haushalte in Stadtteil Neuss-Furth ihre Wärmepumpen-Kosten um bis zu 1.200 Euro jährlich. Der Niedertarif gilt nachts von 22 bis 6 Uhr und kostet 24,8 ct/kWh.

Stadtwerke Neuss Kontakt & Tarife

Adresse: Batteriestraße 14, 41460 Neuss • Telefon: 02131/5305-0 • Basis-Tarif: 31,8 ct/kWh • Heizstrom HT: 27,5 ct/kWh • PV-Zählmiete: 30 Euro/Jahr • Netzbetreiber: Westnetz GmbH

Für die PV-Eigenstrommessung fallen 30 Euro pro Jahr Zählmiete an. Zusätzlich berechnen die Stadtwerke 8,50 Euro monatlich für den Zweirichtungszähler. Diese Kosten amortisieren sich bei einer 8 kWp-Anlage bereits nach 3 Monaten durch die vermiedenen Strombezugskosten von durchschnittlich 95 Euro monatlich.

Die Netzanmeldung erfolgt über den Netzbetreiber Westnetz GmbH, nicht direkt bei den Stadtwerken Neuss. Westnetz bearbeitet Anmeldungen für Anlagen bis 10 kWp innerhalb von 8 Wochen. Größere Anlagen benötigen zusätzliche Netzverträglichkeitsprüfungen und dauern bis zu 12 Wochen.

Bei der Volleinspeisung zahlen die Stadtwerke die gesetzliche EEG-Vergütung von 8,11 ct/kWh für neue Anlagen aus. Eigenverbrauchsanlagen mit Überschusseinspeisung erhalten 8,11 ct/kWh für den eingespeisten Strom. Die monatliche Abrechnung erfolgt jeweils zum 15. des Folgemonats auf das hinterlegte Bankkonto.

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Rechenbeispiele: Familie Müller spart 1.224€ jährlich in Furth-Süd

Familie Müller aus Furth-Süd verbraucht jährlich 4.500 kWh Strom und hat eine 9,2 kWp PV-Anlage auf ihrem Einfamilienhaus installiert. Bei Neuss' 950 kWh/kWp Ertragswerten produziert die Anlage 8.740 kWh pro Jahr. Mit einem typischen Eigenverbrauchsanteil von 30% nutzen die Müllers 2.622 kWh selbst und speisen 6.118 kWh ins Stromnetz der Stadtwerke Neuss ein.

Die Stromkosteneinsparung beläuft sich bei Neuss' aktuellem Arbeitspreis von 34,2 ct/kWh auf 897 Euro jährlich. Zusätzlich erhält Familie Müller für die eingespeiste Energie eine Vergütung von 8,11 ct/kWh, was 496 Euro Einspeiseerlös bedeutet. Die Gesamteinnahmen betragen somit 1.393 Euro vor Abzug der laufenden Kosten von etwa 169 Euro für Wartung und Versicherung.

Ein Haushalt in Holzheim mit höherem Stromverbrauch von 6.200 kWh und einer 12 kWp Anlage erzielt noch bessere Ergebnisse. Die größere Anlage produziert 11.400 kWh bei gleichen Neusser Einstrahlungswerten. Bei 35% Eigenverbrauch spart dieser Haushalt 1.477 Euro an Stromkosten und erhält 600 Euro Einspeisevergütung, was nach Abzug der Nebenkosten 1.878 Euro netto bedeutet.

Kleinere Haushalte in der Neusser Innenstadt profitieren ebenfalls deutlich von PV-Anlagen. Eine Familie mit 3.200 kWh Verbrauch und einer 6,5 kWp Anlage erzielt 6.175 kWh Jahresertrag. Bei 28% Eigenverbrauch sparen sie 593 Euro Stromkosten und erhalten 407 Euro Einspeisevergütung. Nach Abzug der jährlichen Kosten von 149 Euro bleiben 851 Euro Ersparnis.

Der Stadtteil Weckhoven zeigt durch seine günstigen Dachausrichtungen besonders gute Werte. Reihenhäuser mit 7,8 kWp Anlagen erreichen hier bis zu 980 kWh/kWp Ertrag dank optimaler Süd-Ausrichtung. Bei 4.800 kWh Haushaltsverbrauch und 7.644 kWh Anlagenertrag ergeben sich 1.156 Euro Gesamteinsparung nach allen Abzügen. Diese Beispiele verdeutlichen, dass sich PV-Anlagen in allen Neusser Stadtteilen wirtschaftlich rechnen.

Stadtteil Anlagengröße Verbrauch Eigenverbrauch Stromersparnis Einspeisung Netto-Ersparnis
Furth-Süd 9,2 kWp 4.500 kWh 2.622 kWh 897 € 496 € 1.224 €
Holzheim 12 kWp 6.200 kWh 3.990 kWh 1.365 € 600 € 1.756 €
Innenstadt 6,5 kWp 3.200 kWh 1.729 kWh 591 € 361 € 803 €
Weckhoven 7,8 kWp 4.800 kWh 2.293 kWh 784 € 435 € 1.070 €

Installation und Nebenkosten: Was beim PV-Kauf hinzukommt

21 Werktage benötigt der Netzbetreiber Westnetz in Neuss für die Netzanmeldung einer PV-Anlage. Bei Anlagen bis 30 kWp fallen keine Kosten für die Netzverträglichkeitsprüfung an. Die meisten Eigenheimbesitzer in Neuss-Stadtmitte oder Furth-Süd bleiben mit ihren 8-12 kWp Anlagen deutlich unter dieser Grenze. Der Installateur übernimmt die komplette Anmeldung beim Westnetz und meldet die Anlage im Marktstammdatenregister an.

Ab einer Anlagenleistung von 7 kWp wird ein intelligentes Messsystem verpflichtend. Die jährlichen Smart Meter Kosten betragen 60 Euro und werden vom Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt. Kleinere Anlagen in Neuss-Holzheim oder Grimlinghausen können mit der bestehenden Ferraris-Zählertechnik betrieben werden. Der Zählerwechsel erfolgt kostenlos durch den örtlichen Messstellenbetreiber.

Nebenkosten-Checkliste PV-Anlage Neuss (jährlich)
  • Smart Meter (ab 7 kWp): 60 Euro/Jahr
  • Elektronikversicherung: 50-80 Euro/Jahr
  • Wartung und Reinigung: 180 Euro/Jahr
  • Betriebshaftpflicht: 100 Euro/Jahr
  • Steuerberatung: 150-250 Euro/Jahr
  • Zählermontage: einmalig kostenlos
  • Netzanmeldung: kostenlos bis 30 kWp

Eine Elektronikversicherung schützt vor Schäden durch Blitz, Überspannung oder Hagel. In Neuss kostet diese zwischen 50-80 Euro jährlich je nach Anlagengröße. Viele Hausratversicherungen schließen PV-Anlagen aus, daher ist eine separate Absicherung empfehlenswert. Die Stadtwerke Neuss empfehlen eine Betriebshaftpflicht für gewerblich angemeldete Anlagen ab 100 Euro pro Jahr.

Gewerblich angemeldete PV-Anlagen benötigen steuerliche Beratung. Einmalig fallen 200-400 Euro für Gewerbeanmeldung und Erstberatung an. Neusser Steuerberater rechnen für die jährliche EÜR weitere 150-250 Euro ab. Seit 2023 können Anlagen bis 30 kWp von der Kleinunternehmerregelung profitieren und die Umsatzsteuer sparen.

Jährliche Wartungskosten betragen 180 Euro für eine professionelle Anlagenprüfung mit Reinigung. Neusser Installationsbetriebe bieten Wartungsverträge ab 15 Euro monatlich an. Die Reinigung der Module ist bei der geringen Dachneigung vieler Reihenhäuser in Neuss-Weckhoven besonders wichtig. Ohne regelmäßige Wartung können Ertragseinbußen von 3-5 Prozent entstehen.

Finanzierung PV-Anlage: KfW 270 vs. Eigenkapital in Neuss

179 Euro monatlich kostet ein 15.000-Euro-KfW-Kredit über 10 Jahre bei aktuell 4,07% effektivem Jahreszins. Familie Schmidt aus Neuss-Holzheim finanziert ihre 8-kWp-Anlage komplett über den KfW 270-Kredit und zahlt bei optimaler Bonität 2.148 Euro Zinsen über die gesamte Laufzeit. Der KfW-Kredit deckt bis zu 50.000 Euro der Investitionskosten ab und läuft wahlweise 5 bis 20 Jahre.

Die Stadtwerke Neuss verlangen 35,2 ct/kWh für Haushaltsstrom, während die finanzierte PV-Anlage bereits im ersten Jahr 1.680 kWh Eigenverbrauch generiert. Bei einer 8-kWp-Anlage in Neuss-Furth beträgt die Eigenkapitalrendite 8,4% vor Steuern - deutlich über dem aktuellen KfW-Zinssatz. Haushalte mit verfügbarem Eigenkapital erzielen somit höhere Gesamtrenditen als kreditfinanzierte Anlagen.

Neusser Hausbanken wie die Sparkasse Neuss bieten PV-Kredite zu 5,5-6,8% Zinsen an - rund 1-2 Prozentpunkte über dem KfW-Satz. Dafür entfallen die KfW-Bearbeitungszeit von 4-6 Wochen und die Hausbank kennt bereits die Bonität des Kunden. Bei Anlagenkosten unter 25.000 Euro rechnet sich oft der Hausbank-Kredit durch schnellere Abwicklung und frühere Inbetriebnahme.

Die Break-Even-Analyse zeigt: Kreditfinanzierte Anlagen in Neuss erreichen ab Jahr 3 positive Cashflows. Eine 10-kWp-Anlage für 18.500 Euro erwirtschaftet jährlich 2.240 Euro Stromkostenersparnis bei 35% Eigenverbrauch. Nach Abzug der KfW-Kreditrate von 215 Euro monatlich verbleibt bereits im zweiten Jahr ein Plus von 660 Euro für den Haushaltsbesitzer.

Steuerliche Vorteile verstärken den Finanzierungsvorteil: Zinsen und Abschreibungen reduzieren die Steuerlast um durchschnittlich 420 Euro jährlich bei einem Grenzsteuersatz von 35%. Eigenkapital-Investoren profitieren hingegen von der sofortigen Liquiditätsschonung und können bei steigenden Zinsen flexibel umschichten. In Neuss empfiehlt sich die KfW-Finanzierung besonders bei Anlagengrößen über 12 kWp und längeren Laufzeiten.

Vorteile

  • KfW 270: Zinssatz 4,07-8,45% je nach Bonität
  • Finanzierung bis 50.000 Euro möglich
  • Laufzeit flexibel 5-20 Jahre wählbar
  • Liquidität bleibt für andere Investitionen erhalten
  • Zinsen steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar

Nachteile

  • Eigenkapital: 8,4% Rendite ohne Zinskosten
  • Keine Bearbeitungsgebühren und Kreditnebenkosten
  • Sofortige 100% Eigentumsbildung der Anlage
  • Unabhängigkeit von Banken und Tilgungsplänen
  • Höhere Gesamtrendite durch eingesparte Zinsen

Wallbox-Kosten: E-Auto laden mit PV-Strom für 10,8 ct/kWh

Eine 11 kW Wallbox kostet in Neuss 1.100 Euro inklusive Installation und Anmeldung beim Netzbetreiber. Die Stadt verfügt aktuell über 85 öffentliche Ladesäulen, doch mit einer E-Auto-Quote von 4,2% der Haushalte steigt die Nachfrage nach privaten Ladelösungen stetig. Besitzer einer PV-Anlage können ihren Solarstrom für nur 10,8 ct/kWh ins eigene Elektrofahrzeug laden - ein deutlicher Vorteil gegenüber öffentlichen Ladestationen.

Öffentliches Laden kostet in Neuss durchschnittlich 50 ct/kWh an den Schnellladesäulen von EnBW und Ionity. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern und einem Verbrauch von 18 kWh/100km entstehen Stromkosten von 1.350 Euro pro Jahr. Mit PV-Eigenverbrauch reduzieren sich diese Kosten auf 292 Euro - eine Ersparnis von 1.058 Euro jährlich. Die Wallbox amortisiert sich damit bereits nach 13 Monaten.

50 ct
Öffentliches Laden pro kWh
10,8 ct
PV-Eigenverbrauch pro kWh
1.058 €
Jährliche Ersparnis

Die Installation einer PV-Wallbox-Kombination erfordert in Neuss eine Anmeldung bei der NEW Netz GmbH. Wallboxen ab 12 kW sind genehmigungspflichtig, während 11 kW Geräte nur anmeldepflichtig sind. Die Stadtwerke Neuss bieten spezielle Stromtarife für Elektromobilität an, die sich jedoch bei vorhandener PV-Anlage nicht rechnen. Der direkte Eigenverbrauch bleibt die günstigste Option für E-Auto-Besitzer.

Intelligente Wallboxen mit PV-Überschussladeung kosten 200-400 Euro Aufpreis gegenüber Standard-Geräten. Diese laden das Fahrzeug bevorzugt dann, wenn die PV-Anlage mehr Strom produziert als im Haus verbraucht wird. In Neuss mit 1.550 Sonnenstunden pro Jahr lassen sich so 60-80% der benötigten Ladeenergie direkt aus der eigenen PV-Anlage beziehen. Der Rest wird günstig aus dem Netz bezogen.

Für Haushalte in Stadtteilen wie Holzheim oder Grimlinghausen mit Eigenheimen und Stellplätzen ist die Kombination aus PV-Anlage und Wallbox besonders attraktiv. Bei einem typischen E-Auto-Jahresverbrauch von 2.700 kWh entstehen Ladekosten von nur 292 Euro statt 1.350 Euro an öffentlichen Säulen. Die Einsparung von 24 ct pro kWh macht jede gefahrene Strecke deutlich günstiger als mit einem Verbrenner-Fahrzeug.

Laufende Kosten: 250€ jährlich für Wartung und Versicherung

180 Euro kostet ein professioneller Wartungsvertrag für PV-Anlagen in Neuss durchschnittlich pro Jahr. Diese Investition umfasst die jährliche Inspektion der Module, Wechselrichter und Verkabelung sowie die Reinigung der Solarmodule. Viele Hausbesitzer in Stadtkerne wie Furth oder der Innenstadt unterschätzen diese laufenden Kosten bei der PV-Planung.

Die Elektronikversicherung schlägt mit 60 bis 80 Euro jährlich zu Buche, abhängig vom Anlagenwert. Eine 10 kWp-Anlage für 18.500 Euro kostet etwa 75 Euro Versicherungsprämie pro Jahr. Diese Police deckt Schäden durch Blitzschlag, Überspannung oder Marderbisse ab - besonders relevant in den grünen Stadtteilen wie Holzheim oder Uedesheim mit hohem Baumbestand.

Westnetz als Netzbetreiber in Neuss erhebt für den Standardzähler 30 Euro Messkosten jährlich. Ab einer Anlagenleistung von 7 kWp wird jedoch ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) verpflichtend, das mit 60 Euro pro Jahr deutlich teurer ist. Zusätzlich fallen bei gewerblicher Anmeldung etwa 150 Euro für die steuerliche Beratung an, da auch kleine PV-Anlagen steuerlich relevant werden können.

Eine wichtige Position ist die Reparatur-Rücklage von 0,5 Prozent des Anlagenwerts jährlich. Bei einer 8 kWp-Anlage für 16.000 Euro entspricht das 80 Euro pro Jahr. Diese Summe deckt typische Reparaturen wie Wechselrichter-Tausch nach 12-15 Jahren oder den Austausch defekter Bypass-Dioden ab. Viele Installateure in Neuss empfehlen diese Rücklage explizit.

Summiert ergeben sich für eine durchschnittliche 8 kWp-Anlage in Neuss laufende Kosten von etwa 250 bis 300 Euro pro Jahr. Diese Ausgaben reduzieren die Rendite um etwa 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte, sind aber für einen störungsfreien Betrieb über 20 Jahre unerlässlich. Hausbesitzer in Neuss sollten diese Kosten von Beginn an einkalkulieren, um realistische Amortisationszeiten zu ermitteln.

Kostenposition Betrag pro Jahr Anmerkung
Wartungsvertrag 180 € Inspektion + Reinigung
Elektronikversicherung 60-80 € Je nach Anlagenwert
Westnetz Messkosten 30 € Standardzähler
Smart Meter (ab 7 kWp) 60 € Verpflichtend ab 7 kWp
Steuerberatung 150 € Bei gewerblicher Anmeldung
Reparatur-Rücklage 80 € 0,5% des Anlagenwerts
Gesamt (8 kWp) 250-300 € Ohne Steuerberatung 200€

Preisvergleich: Neuss vs. NRW-Durchschnitt und Nachbarstädte

Mit 34,2 ct/kWh liegt der Strompreis in Neuss leicht über dem NRW-Durchschnitt von 33,8 ct/kWh. Diese 0,4 ct Differenz macht bei einem 4-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch 18 Euro mehr aus. Gleichzeitig erreicht Neuss mit 1.550 Sonnenstunden jährlich einen leicht überdurchschnittlichen Wert gegenüber dem Landesmittel von 1.520 Stunden. Der Kaufkraft-Index von 102,8 zeigt eine leicht überdurchschnittliche Wirtschaftskraft in der Quirinus-Stadt.

Die Installationskosten im Rhein-Kreis Neuss bewegen sich mit 85-95 Euro Stundensatz im regionalen Mittelfeld. Düsseldorf zeigt nahezu identische Preise, was dem gemeinsamen Netzbetreiber Westnetz geschuldet ist. Eine 8 kWp-Anlage kostet in beiden Städten zwischen 14.800-16.200 Euro komplett. Köln liegt dagegen 2-3% höher bei den Installationskosten, da dort mehr Fachbetriebe um Aufträge konkurrieren und die Löhne entsprechend steigen.

Beim direkten Nachbarschaftsvergleich schneidet Neuss gut ab. Meerbusch mit seiner gehobenen Wohnstruktur zahlt 5-8% mehr für PV-Anlagen, Grevenbroich liegt dagegen 3-4% unter den Neusser Preisen. In Dormagen sind die Kosten nahezu identisch mit Neuss. Die Stadtwerke Neuss bieten mit ihrer 8,37 ct/kWh Einspeisevergütung marktübliche Konditionen, die sich nicht von den Nachbarstädten unterscheiden.

Förderungstechnisch steht Neuss nicht schlechter da als andere NRW-Städte. Das Landesprogramm progres.nrw gilt überall gleich, KfW-Kredite sind bundesweit verfügbar. Düsseldorf hat zeitweise eigene Förderprogramme aufgelegt, diese laufen jedoch 2026 aus. Köln bietet weiterhin 200 Euro Zuschuss pro kWp Speicher, was bei einer 10 kWh Batterie einen Vorteil von 2.000 Euro bedeutet. Neuss plant ähnliche Programme ab 2027.

Die Amortisationszeit liegt in Neuss bei durchschnittlich 8,2 Jahren für eine 8 kWp-Anlage ohne Speicher. Dies entspricht exakt dem NRW-Durchschnitt. Düsseldorf kommt auf 8,1 Jahre, Köln auf 8,4 Jahre trotz höherer Installationskosten durch bessere Sonneneinstrahlung. In Mönchengladbach dauert die Amortisation 8,6 Jahre, in Krefeld 8,3 Jahre. Die regionalen Unterschiede bleiben also überschaubar und bewegen sich in einem Korridor von wenigen Monaten.

Vorteile

  • Strompreis nur 0,4 ct über NRW-Schnitt bei 1.550 Sonnenstunden
  • Installationskosten im regionalen Mittelfeld 85-95€/h
  • Identische Preise wie Düsseldorf durch gleichen Netzbetreiber
  • 3-4% günstiger als Premium-Standort Meerbusch
  • Amortisation 8,2 Jahre entspricht NRW-Durchschnitt

Nachteile

  • Köln bietet 200€ Speicher-Zuschuss pro kWp bis 2026
  • Grevenbroich 3-4% günstiger bei Installationskosten
  • Mönchengladbach hat niedrigere Grunderwerbssteuer
  • Düsseldorf zeitweise bessere kommunale Förderung
  • Köln 2-3% höhere Installation bei besserer Infrastruktur

2027 Kostenprognose: PV-Preise fallen um weitere 8-12%

Modulpreise sinken 2027 um weitere 10% nach dem drastischen Rückgang von 2024. Die Überkapazitäten chinesischer Hersteller drücken weiterhin auf die Preise, während deutsche Importeure in Neuss bereits mit Modulpreisen von 0,12-0,15 €/Wp für 2027 kalkulieren. Eine 8 kWp-Anlage wird damit nur noch 12.800-13.500 € komplett kosten - rund 1.500 € günstiger als heute.

Installationskosten bleiben hingegen stabil bei 2.200-2.800 € pro kWp in Neuss und Umgebung. Der anhaltende Fachkräftemangel verhindert Kostensenkungen bei Handwerkern, obwohl sich die Auftragsbücher wieder normalisieren. Regionale Installateure berichten von 6-8 Wochen Wartezeit statt der 4-5 Monate von 2023, was die Preise stabilisiert.

Die Einspeisevergütung fällt monatlich um 1% und erreicht 2027 nur noch 6,5-7,0 ct/kWh für neue Anlagen in Neuss. Gleichzeitig steigen die Strompreise der Stadtwerke Neuss voraussichtlich auf 36-38 ct/kWh - eine Entwicklung, die den Eigenverbrauch noch attraktiver macht. Der Vorteil des selbst erzeugten Stroms wächst damit auf 30 ct/kWh Differenz.

Kernaussage

2027 wird das beste Jahr für PV-Käufe in Neuss: 10% günstigere Module, stabile Installation, aber auslaufende Förderung progres.nrw - wer bis Ende 2026 kauft, spart bis zu 2.000 € gegenüber 2027.

Das NRW-Förderprogramm progres.nrw läuft Ende 2026 aus, was für Neusser Haushalte den Wegfall von bis zu 1.500 € Zuschuss bedeutet. Dafür tritt die Smart Meter Pflicht ab 2025 für alle Anlagen über 7 kWp in Kraft, was zusätzliche Kosten von 100-150 € jährlich verursacht. Frühe Installation spart also doppelt: niedrigere Anschaffungskosten und höhere Förderung.

Batteriespeicher werden 2027 deutlich günstiger erwartet bei 400-500 €/kWh Kapazität. Ein 10 kWh-Speicher kostet dann nur noch 4.000-5.000 € statt heute 6.000-7.500 €. Für typische Neusser Reihenhäuser mit 4.500 kWh Jahresverbrauch rechnet sich die Kombination aus 8 kWp PV plus 8 kWh Speicher bereits nach 8-9 Jahren statt heute 10-11 Jahren.

Häufige Fragen

Was kostet eine 10 kWp PV-Anlage komplett installiert in Neuss?
Eine 10 kWp PV-Anlage kostet in Neuss 17.500 Euro brutto komplett installiert. In diesem Preis sind alle Komponenten enthalten: hochwertige Solarmodule, Wechselrichter, Montagesystem, Verkabelung und die fachgerechte Installation durch einen zertifizierten Betrieb. Bei einer typischen Dachfläche von 65 Quadratmetern in Stadtteilen wie Holzheim oder Grimlinghausen rechnen Sie mit einem Preis von 1.750 Euro pro kWp. Der Gesamtpreis umfasst auch die Anmeldung bei Westnetz als Netzbetreiber und die Inbetriebnahme. Bei 1.580 Sonnenstunden jährlich in Neuss produziert eine 10 kWp Anlage etwa 9.800 kWh Strom pro Jahr. Die Anschaffungskosten haben sich durch die gestiegenen Strompreise der Stadtwerke Neuss von aktuell 31,8 ct/kWh nach etwa 9,2 Jahren amortisiert.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026 in Neuss?
Die Einspeisevergütung beträgt in Neuss 8,11 ct/kWh für PV-Anlagen bis 10 kWp im Jahr 2026. Diese Vergütung gilt für den gesamten erzeugten Strom bei Volleinspeisung oder nur für den nicht selbst verbrauchten Anteil bei Eigenverbrauchsanlagen. Die monatliche Degression von 1 Prozent bedeutet, dass die Vergütung bis Jahresende auf etwa 7,2 ct/kWh sinkt. In Neusser Stadtteilen wie Furth-Süd oder Norf rechnen Hausbesitzer daher mit einer jährlichen Einspeisung von etwa 6.860 kWh bei 30 Prozent Eigenverbrauch. Dies entspricht einer jährlichen Einspeisevergütung von 540 Euro bei aktuellen Sätzen. Die Vergütung ist für 20 Jahre garantiert, sodass eine 10 kWp Anlage über die gesamte Laufzeit etwa 9.800 Euro Einspeiseerlöse generiert.
Wann amortisiert sich eine PV-Anlage bei Neusser Strompreisen?
Eine PV-Anlage amortisiert sich in Neuss nach 9,2 Jahren ohne Batteriespeicher und nach 11,8 Jahren mit einem 10 kWh Speicher. Bei den hohen Strompreisen der Stadtwerke Neuss von 31,8 ct/kWh rechnet sich jede selbst verbrauchte Kilowattstunde besonders stark. Eine 8 kWp Anlage für 14.800 Euro produziert jährlich 7.840 kWh und spart bei 30 Prozent Eigenverbrauch 750 Euro Stromkosten pro Jahr. In Stadtteilen wie Holzheim mit optimaler Südausrichtung verkürzt sich die Amortisationszeit auf 8,8 Jahre. Mit einem Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauchsanteil auf 65 Prozent, wodurch die jährliche Ersparnis auf 1.340 Euro wächst. Die längere Amortisationszeit durch die höheren Anschaffungskosten wird durch die deutlich bessere Wirtschaftlichkeit über 20 Jahre ausgeglichen.
Welche Förderung gibt es für PV-Speicher in Nordrhein-Westfalen?
Das NRW-Förderprogramm progres.nrw gewährt bis zu 1.000 Euro Zuschuss für Batteriespeicher bei PV-Anlagen in Neuss. Die Förderung beträgt 200 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität, maximal jedoch 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Ein 10 kWh Speicher erhält somit die maximale Förderung von 1.000 Euro. Das Programm läuft bis Ende 2026 und ist mit anderen Förderungen kombinierbar. Zusätzlich entfällt seit 2023 die 19 Prozent Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen und Speicher, was bei einem 10 kWh Speicher weitere 1.500 Euro Ersparnis bedeutet. Neusser Hausbesitzer profitieren also von einer Gesamtförderung von 2.500 Euro bei einem Batteriespeicher. Die Antragstellung erfolgt vor Vertragsabschluss beim Projektträger ETN in Essen.
Was kostet ein PV-Speicher 10 kWh in Neuss?
Ein 10 kWh Batteriespeicher kostet in Neuss 9.400 Euro komplett installiert inklusive Wechselrichter und Batteriemanagementsystem. Hochwertige Lithium-Eisenphosphat-Batterien von Herstellern wie BYD oder Fronius liegen bei 940 Euro pro kWh. Die Installation durch einen Fachbetrieb kostet zusätzlich 800 Euro für die Verkabelung und Einbindung ins Hausnetz. Mit der NRW-Förderung progres.nrw von 1.000 Euro und dem Wegfall der Mehrwertsteuer reduziert sich der Preis auf 7.900 Euro. Der Speicher erhöht den Eigenverbrauch von 30 auf 65 Prozent und spart bei Neusser Strompreisen von 31,8 ct/kWh jährlich 590 Euro zusätzliche Stromkosten. In Stadtteilen wie Grimlinghausen mit hohem Stromverbrauch amortisiert sich der Speicher nach 13,4 Jahren.
Wie teuer ist der Stadtwerke Neuss Strom für PV-Anlagen-Betreiber?
Der Strompreis der Stadtwerke Neuss beträgt 31,8 ct/kWh im Basis-Tarif für PV-Anlagen-Betreiber. Damit liegt Neuss 2,4 ct/kWh über dem bundesweiten Durchschnitt von 29,4 ct/kWh. Zusätzlich fallen 30 Euro jährlich für die digitale Zählmiete an. Für Wärmepumpen-Betreiber mit PV-Anlage bieten die Stadtwerke einen speziellen Heizstromtarif zu 27,5 ct/kWh an. Die hohen Strompreise machen PV-Anlagen in Neuss besonders rentabel: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart 23,7 ct gegenüber der Einspeisevergütung von 8,11 ct/kWh. In Stadtteilen wie Holzheim oder Norf mit großen Einfamilienhäusern rechnen Familien mit einem Jahresverbrauch von 4.200 kWh und Stromkosten von 1.366 Euro. Eine 8 kWp PV-Anlage mit 30 Prozent Eigenverbrauch reduziert diese Kosten um 750 Euro jährlich.
In welchem Neusser Stadtteil lohnt sich PV am meisten?
PV-Anlagen rechnen sich in Holzheim am besten, da hier typische Dachflächen von 130 Quadratmetern Platz für 10,5 kWp Leistung bieten. Die südorientierten Einfamilienhäuser in Holzheim erreichen bei 1.580 Sonnenstunden jährlich einen Ertrag von 1.030 kWh pro kWp. Furth-Süd folgt auf Platz zwei mit ähnlich guten Bedingungen und großen Dachflächen. In der Innenstadt sind die Dächer oft kleiner und durch Nachbarbebauung verschattet, wodurch nur 7-8 kWp realisierbar sind. Norf und Grimlinghausen bieten mit ihren Neubaugebieten optimale Voraussetzungen für große Anlagen bis 12 kWp. Die Wirtschaftlichkeit ist in allen Stadtteilen gegeben, da überall dieselben hohen Strompreise der Stadtwerke Neuss von 31,8 ct/kWh gelten. Unterschiede entstehen hauptsächlich durch Dachgröße, Ausrichtung und Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude.
Wie lange dauert die PV-Anmeldung bei Westnetz?
Die Netzanmeldung bei Westnetz dauert für PV-Anlagen bis 30 kWp in Neuss 21 Werktage ab vollständiger Antragsstellung. Der Netzbetreiber Westnetz ist für das gesamte Neusser Stadtgebiet zuständig und bearbeitet die Anträge kostenlos. Die Anmeldung erfolgt digital über das Westnetz-Portal und umfasst die technische Prüfung der Netzverträglichkeit. Bei Anlagen über 10 kWp ist zusätzlich eine Netzverträglichkeitsprüfung erforderlich, die weitere 7-10 Werktage dauern kann. In Neusser Neubaugebieten wie Furth-Süd oder den Erweiterungsgebieten in Holzheim sind die Netzkapazitäten ausreichend, sodass Anmeldungen meist problemlos genehmigt werden. Nach der Netzanmeldung folgt die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister, die weitere 3-5 Werktage beansprucht. Insgesamt sollten Neusser Hausbesitzer 6-7 Wochen für den kompletten Anmeldeprozess einplanen.
Was sind die jährlichen Betriebskosten einer PV-Anlage?
Die jährlichen Betriebskosten einer 8 kWp PV-Anlage in Neuss betragen 250 Euro. Diese setzen sich aus 120 Euro für die Wartung und Reinigung, 80 Euro für die Elektronikversicherung und 50 Euro für Mess- und Zählerkosten zusammen. Die Wartung umfasst die jährliche Sichtprüfung, Leistungsmessung und Reinigung der Module durch einen Fachbetrieb. Moderne PV-Anlagen in Neuss benötigen dank hochwertiger Wechselrichter mit 10-15 Jahren Garantie selten Reparaturen. Die Elektronikversicherung deckt Schäden durch Blitzschlag, Sturm oder Hagel ab, was bei den häufigen Gewittern im Rheinland sinnvoll ist. Zusätzlich entstehen alle 10-12 Jahre Kosten von 2.500 Euro für den Wechselrichtertausch. In Stadtteilen wie Holzheim mit wenig Verschmutzung durch Industrie oder Autobahn können die Reinigungskosten auf 60 Euro reduziert werden. Über 20 Jahre Betriebsdauer summieren sich die Kosten auf etwa 7.500 Euro.
Lohnt sich ein KfW-Kredit für PV-Anlagen in Neuss?
Ein KfW-Kredit lohnt sich für PV-Anlagen in Neuss bei Zinssätzen zwischen 4,07 und 8,45 Prozent meist mehr als der Verzicht auf Eigenkapital. Bei einer 10 kWp Anlage für 17.500 Euro mit 10 Jahren Laufzeit entstehen Zinskosten von etwa 4.200 Euro. Gleichzeitig kann das nicht eingesetzte Eigenkapital zu 3-4 Prozent angelegt werden, was über 10 Jahre 6.500 Euro Erträge generiert. Der Nettogewinn durch die Kreditfinanzierung beträgt somit 2.300 Euro. Zusätzlich verbessert sich die Liquidität, da die Kreditrate von monatlich 180 Euro oft niedriger ist als die gesparten Stromkosten von 210 Euro bei Neusser Strompreisen. In Kombination mit der schnelleren Amortisation durch die hohen Energiepreise der Stadtwerke Neuss ist die KfW-Finanzierung für die meisten Haushalte in Stadtteilen wie Furth-Süd oder Grimlinghausen die bessere Wahl gegenüber einer Barzahlung.